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POLITIK/ROUNDUP/Umfrage

Mehrheit für Zugang zu sozialen Medien erst ab 16 18.06.2025, 10:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als 70 Prozent der Menschen in Deutschland wünschen sich laut einer aktuellen Befragung ein Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

Demnach gaben 57 Prozent der Befragten an, ein Mindestalter von 16 Jahren für die Nutzung sozialer Medien zu befürworten, 16 Prozent sprachen sich sogar für ein Mindestalter von 18 Jahren aus. Fünfzehn Prozent der Befragten gaben an, dass es aus ihrer Sicht keiner Altersbeschränkung für den Zugang zu sozialen Medien wie Facebook, Instragram oder Tiktok bedürfe. Mit "Weiß nicht/keine Angabe" antworteten elf Prozent.

An der Online-Umfrage nahmen zwischen dem 13. und 16. Juni 2.018 Menschen teil. Ein großer Teil von ihnen (915) war 55 Jahre alt oder älter.

Größte Zustimmung zu Altersgrenze bei Menschen mittleren Alters

Dabei war die Zustimmung zu einer Altersgrenze für den Zugang zu sozialen Netzwerken unter den 35- bis 44-Jährigen mit 80 Prozent am größten, gefolgt von der Gruppe der 25- bis 24-Jährigen (79 Prozent). Die niedrigste Zustimmung für eine solche Maßnahme gab es mit einem Befürworter-Anteil von 65 Prozent unter den 18- bis 24-Jährigen.

Das Thema Altersgrenze für Social Media ist Gegenstand aktueller politischer Diskussionen. So spricht sich etwa der Deutsche Lehrerverband klar gegen eine solche Altersgrenze aus. Verbandspräsident Stefan Düll nannte die Idee einer gesetzlichen Altersbegrenzung "realitätsfern und auch nicht sinnvoll".

Zwar sei der Wunsch, Kinder zu schützen, verständlich, sagte er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". "Aber Facebook, Instagram und Tiktok sind Teil einer Realität, in der junge Menschen lernen müssen, sich zurechtzufinden. Verbote helfen da nicht weiter", sagte Düll.

Bundesbildungsministerin plädiert für solide Altersüberprüfung

Auch Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will sich nicht auf eine fixe Altersgrenze festlegen, betont aber die Notwendigkeit, Kinder im Umgang mit sozialen Netzwerken besser zu schützen. "Wenn es nicht gelingt, Kinder, vor allem kleinere, jüngere Kinder, ohne übermäßige Bildschirmnutzung aufwachsen zu lassen, dann hat die Gesellschaft insgesamt versagt und die Kinder im Stich gelassen", sagte die CDU-Politikerin im Deutschlandfunk.

"Ich glaube, wir müssen uns bewusst machen, dass wir über massive gesundheitliche psychische Störungen und Gefahren für Kinder und Jugendliche sprechen."

Prien ist für eine gesetzlich verankerte Altersverifikation bei der Nutzung von Tiktok, Instagram und weiteren Anwendungen. "Sie würden ja bei vergleichbaren Themen wie Alkohol oder Drogen auch nicht sagen, wenn Kinder mit acht oder zehn oder zwölf Jahren nicht in der Lage sind, damit verantwortlich umzugehen, dann braucht man sie nicht verbieten, sondern dann ist das eine Frage des verantwortlichen Umgangs." Soziale Medien und Handys hätten ein enormes Suchtpotenzial.

Für ein Verbot sozialer Medien für unter 16-Jährige hatte sich dagegen jüngst Priens Parteifreund und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) ausgesprochen. Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte sich offen für eine mögliche Altersgrenze gezeigt.

Bislang keine verlässlichen Schutzmechanismen im Netz

Bislang fehlen verlässliche Kontrollmechanismen beim Zugang zu sozialen Netzwerken. Auch wenn einige Dienste wie Instagram oder Tiktok in ihren Nutzungsbedingungen etwa ein Mindestalter von 13 Jahren festlegen, gibt es keine konsequente Überprüfung, ob das auch eingehalten wird. Die Altersverifikation wird häufig stiefmütterlich behandelt.

Was auch zu einem weiteren Ergebnis der aktuellen Yougov-Umfrage passt: Einer Mehrheit der Befragten (60 Prozent) sind demnach keine Kontrollmechanismen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in sozialen Medien bekannt. Auf die Frage, wie bisherige Kontrollmechanismen bewertet werden, gab eine Mehrheit von 61 Prozent an, dass diese "eher nicht" oder "überhaupt nicht" ausreichend seien.

Die wenigsten finden aktuelle Kontrollmechanismen ausreichend

Nur drei Prozent halten die bisherigen Alterskontrollen - etwa über ein aufploppendes Fenster mit Altersabfrage - für "voll und ganz ausreichend". Zwölf Prozent gaben an, den Status quo "eher ausreichend" zu finden. Fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) machte zu diesem Punkt allerdings keine Angaben.

Auch die Plattform Jugendschutz.net mahnte jüngst wieder strengere Regeln zur Altersüberprüfung im Netz an. Der Leiter der Kommission für Jugendmedienschutz, Marc Jan Eumann, sagte, dass es zur Altersprüfung im Netz bereits Dutzende Angebote gebe. Wer Jugendliche im Netz ernsthaft schützen wolle, könne dies längst tun.

Über die Betreiber sagte er: "Ich habe keinen Zweifel, dass sie alles machen können. Sie tun es nur nicht, wenn es ihr Geschäftsmodell gefährdet." Hier müsse die Politik klar durchgreifen. Die Betreiber hätten genügend Zeit gehabt, die Aufgabe ernst zu nehmen. Das hätten sie bislang nicht./yydd/DP/mis

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