Rhein-Anrainer fordern mehr Bundesmittel für Wasserstraßen 04.09.2026, 15:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Mit Blick auf die Einschränkungen in der Binnenschifffahrt durch Niedrigwasser fordern die vier deutschen Anrainerländer des Rheins mehr Geld vom Bund für Wasserstraßen. Während Straße und Schiene regelmäßig im Mittelpunkt der verkehrspolitischen Debatte ständen, blieben die Wasserstraßen bei einem Finanzbedarf in Höhe von mindestens 2,5 Milliarden Euro jährlich weit hinter einer bedarfsgerechten Erhaltung zurück, heißt es in einem gemeinsamen Positionspapier von Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Ländervertreter hatten sich zur 8. Länderkonferenz Rhein in Wiesbaden getroffen.

"Wir brauchen belastbare Verkehrswege auf Straße, Schiene und Wasserstraße", sagte Hessens Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD). Der Bund müsse die notwendigen Modernisierungen verlässlich finanzieren. Langfristig ersetze eine belastbare Infrastruktur allerdings nicht das Wasser im Rhein, gab der Minister zu Bedenken. "Da hilft nur Klimaschutz."

Länder fordern Investitionen in Niedrigwasser-taugliche Schiffe

Es müsse auch darum gehen, Flotten von Binnenschiffen zu fördern, die auch bei extremem Niedrigwasser zuverlässig und wirtschaftlich fahren könnten, sagte der Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium Viktor Haase (Grüne).

Die baden-württembergische Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) bekräftigte, dass Häfen als wichtige Umschlagspunkte im System eine entscheidende Rolle spielten. "Da Binnenschiffsverkehre aber nicht an Landesgrenzen haltmachen, sehe ich die Stärkung der Häfen auch als eine nationale Aufgabe an und damit hier auch eine Verantwortung des Bundes."

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Achim Schwickert (CDU) ergänzte: "Leistungsfähige Binnenhäfen und ein zuverlässiger Gütertransport auf dem Rhein sind von herausragender Bedeutung für die Versorgung unserer Industriestandorte und die wirtschaftliche Entwicklung des Landes."

Wirtschaftsverbände fordern Investitionen in Klimaresilienz

Den Worten sollten auch Taten folgen, sagte der Geschäftsführer der Initiative System Wasserstraße, Magnus Bünning. Der Zusammenschluss von 22 Wirtschaftsverbänden schloss sich den Forderungen der Rhein-Anrainer an. "Kurzfristige Maßnahmen wie Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots können zwar die Auswirkungen des Niedrigwassers mindern, bleiben aber letztlich reine Symptombekämpfung", erklärte Bünning. Vorrangig müsse jetzt in Klimaresilienz der Bundeswasserstraßen sowie der Häfen investiert werden./löb/DP/stw

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer