ROUNDUP 2/Aktien Frankfurt Schluss

Dax knackt Rekord 5 Wochen nach Zollschock 09.05.2025, 18:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 24.351,79 PKT -0,30 % Ariva Indikation

(neu: Wochenveränderung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat seine jüngste Kursrally am Freitag fortgesetzt und ein Rekordhoch erreicht. Der deutsche Leitindex stieg bis auf gut 23.543 Punkte und ging letztlich 0,63 Prozent höher bei 23.499,32 Zählern ins Wochenende. "Die Börsenampeln stehen weiter auf grün", kommentierte Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen. "Die Anleger greifen zu, vermutlich um nichts zu verpassen." Auf Wochensicht hat der Dax um 1,8 Prozent zugelegt.

Anfang April war er noch bis auf knapp 18.490 Punkte abgesackt, weil US-Präsident Donald Trump massive Zollpakete bekannt gegeben und China mit Gegenmaßnahmen reagiert hatte. Seitdem hat der Leitindex in seiner kräftigen Erholung um mehr als ein Viertel zugelegt. Seit Jahresbeginn liegt er mit 18 Prozent im Plus.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Freitag um 0,60 Prozent auf 29.730,13 Punkte hoch. Ihm fehlt bis zu seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2021 aber noch ein gutes Stück.

Treiber der Rally am Aktienmarkt ist die Hoffnung, dass US-Präsident Trump als "Dealmaker" erfolgreich sein wird. Eine erste Einigung im Zollstreit hatte er am Vortag mit Großbritannien vermeldet. Gespräche zwischen den USA und China werden zudem am Wochenende erwartet. Eine Aussage von Trump an diesem Freitag, wonach Zölle in Höhe von 80 Prozent auf chinesische Waren richtig erschienen, hinterließ im Dax letztlich kaum Spuren.

Außerdem wirkten anständige Quartalsberichte der Unternehmen als Kurstreiber, schrieben die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Hinzu kämen Erwartungen, dass die neue Bundesregierung die richtigen wirtschaftspolitischen Impulse setze.

Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50 , legte um 0,39 Prozent auf 5.309,74 Punkte zu. In Großbritannien, Frankreich und der Schweiz ging es ebenfalls moderat aufwärts. In den USA fiel der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum Börsenschluss in Europa dagegen um 0,2 Prozent, während sich der technologielastige Nasdaq 100 kaum bewegte.

Der Zolloptimismus machte sich im Dax auch bei den Autobauern bemerkbar. Teil der Einigung zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien ist die Senkung der US-Einfuhrzölle für britische Autos von 25 auf 10 Prozent, was nun Vorbild für mögliche Verhandlungen mit der Europäischen Union sein könnte. Aktien von BMW gaben den Branchentakt mit einem Anstieg um 1,8 Prozent vor, gefolgt von Volkswagen mit Zuwächsen von 0,7 Prozent. Mercedes-Benz legten um 0,4 Prozent zu.

In der Berichtssaison ging es nach der Zahlenflut am Vortag etwas gemächlicher weiter. Aus dem Dax berichtete die Commerzbank , die in ihrem Abwehrkampf gegen die italienische Unicredit einen überraschend starken Jahresstart mit einem Gewinnsprung hinlegte. Außerdem strebt sie zu Beginn des dritten Quartals den nächsten Aktienrückkauf an. Die Papiere zogen als Spitzenreiter im Leitindex um 4,4 Prozent an.

Krones bekräftigte nach einem Umsatz - und Ergebnisplus im ersten Quartal seine Prognose. Die Märkte des Unternehmens seien weniger von konjunkturellen Schwankungen betroffen und die Investitionsbereitschaft der Kunden weiterhin robust, teilte der Hersteller von Abfüll- und Verpackungsanlagen mit. Die Krones-Aktien gewannen nach jüngst starkem Lauf weitere 2,5 Prozent und kratzten zeitweise an ihrem Rekordhoch.

Der IT-Dienstleister Bechtle geht dagegen trotz der jüngsten Geschäftsbelebung nicht von einer schnellen Erholung aus. Für das laufende zweite Quartal zeigte sich Konzernchef Thomas Olemotz weiterhin zurückhaltend. Allerdings sei die Unsicherheit bei den wichtigen öffentlichen Kunden mit der Bildung einer neuen Bundesregierung zurückgegangen. Die Bechtle-Aktien verloren 0,7 Prozent.

Rheinmetall kamen von ihrem gleich zum Auftakt erreichten Rekordhoch bei 1.744 Euro wieder etwas zurück und fielen letztlich um 0,4 Prozent. Andere deutsche Rüstungstitel wie Hensoldt und Renk gaben noch deutlicher nach. Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan hob sein Kursziel für die Rheinmetall-Papiere auf 2.100 Euro an./niw/he

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