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Gewinne trotz Nahost-Konflikt - Starker Arbeitsmarkt 08.05.2026, 20:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Dow Jones 49.608,90 PKT +0,03 % Ariva Indikation
US Tech 100 29.219,51 PKT +2,28 % Ariva Indikation
S&P 500 7.396,00 PKT +0,78 % Ariva Indikation

Ungeachtet wieder zunehmender Spannungen im Nahost-Konflikt haben die US-Aktienmärkte am Freitag angeführt von starken Technologiewerten zugelegt. Dabei erklommen der S&P 500 US78378X1072 und der Nasdaq 100 US6311011026 erneut Rekordhochs. Der US-Arbeitsmarktbericht für April fiel merklich besser als erwartet aus, während der von der Universität Michigan erhobene Konsumklimaindex stärker als erwartet auf ein Rekordtief fiel.

Der Dow Jones Industrial US2605661048 notierte zuletzt 0,1 Prozent höher bei 49.622 Punkten. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein marginaler Wochengewinn an. Der marktbreite S&P 500 legte am Freitag um 0,8 Prozent auf 7.397 Zähler zu. Für den Nasdaq 100 ging es um 2,2 Prozent auf 29.183 Punkte aufwärts. Dies deutet für den technologielastigen Auswahlindex auf ein Wochenplus von mehr als fünf Prozent hin.

Commerzbank-Experte Christoph Balz erwartet nach dem Arbeitsmarktbericht keine baldige Leitzinssenkung der US-Notenbank. Die Mitglieder der Fed dürften sich in ihrer mehrheitlich gehaltenen Einschätzung bestätigt sehen, dass der Arbeitsmarkt im Moment das geringere Problem sei. "Dagegen verfehlt die Fed ihr Inflationsziel seit fünf Jahren, und die steigenden Energiepreise sorgen aktuell für einen weiteren Teuerungsschub", schreibt Balz. "Es ist daher erst gegen Jahresende mit einer Zinssenkung zu rechnen, auch wenn sie von Präsident Trump immer wieder gefordert wird."

Im Nahost-Konflikt beschossen sich die USA und der Iran trotz Waffenruhe gegenseitig in der Straße von Hormus. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele in dem Land und zwei unter seiner Flagge fahrende, unbeladene Öltanker an. Anleger machen sich aber dennoch weiter Hoffnung auf eine Lösung des Konflikts und setzen wie zuletzt vor allem auf US-Technologiewerte. Eckhard Schulte von MainSky Asset Management sieht in diesen eine "Gewinnmaschine" getrieben von der weiter gehenden "KI-Revolution".

Viele Aktien aus dem Chipsektor bleiben vor diesem Hintergrund begehrt. Besonders auffällig waren die Papiere von Akamai Technologies US00971T1016 mit einem Kurssprung von knapp 21 Prozent. Der Cloud-Computing-Dienstleister hatte seine diesjährige Gewinnzielspanne nach oben hin eingegrenzt. Außerdem wurde ein Großauftrag im Bereich der Cloud-Infrastrukturen eingefädelt.

Besonders im Anlegerfokus standen die Aktien von Intel US4581401001 und Apple US0378331005 mit Kursgewinnen von 15 beziehungsweise 1,7 Prozent. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider berichtet, haben beide Unternehmen eine vorläufige Vereinbarung getroffen, wonach Intel einen Teil der Chips herstellen soll, die in Apple-Geräten zum Einsatz kommen. Intensive Gespräche zwischen den beiden Unternehmen liefen bereits seit über einem Jahr. In den vergangenen Monaten sei eine formelle Vereinbarung ausgearbeitet worden, so die Zeitung. Bereits am Dienstag hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über Gespräche des iPhone-Herstellers mit dem Halbleiterkonzern berichtet. Ziel von Apple sei es, die Abhängigkeit vom taiwanesischen Zulieferer TSMC TW0002330008 zu verringern und Lieferengpässe abzufedern, hieß es damals.

Schlechte Nachrichten kamen aus dem Software-Bereich von Cloudflare US18915M1071 und The Trade Desk US88339J1051, deren Kurse um gut 23 beziehungsweise 5,8 Prozent absackten. Das auf Sicherheits-Dienste spezialisierte Unternehmen Cloudflare enttäuschte mit dem Umsatzausblick und sorgte mit angekündigten Stellenstreichungen für Aufmerksamkeit. Der Werbemarkt-Dienstleister The Trade Desk enttäuschte auch mit Zahlen und Ausblick.

Einen Kursabschlag von 6,3 Prozent verbuchten die Titel von Expedia US30212P3038. Analyst John Colantuoni von Jefferies Research verwies auf eine enttäuschende Buchungsprognose des Online-Reiseportals für das zweite Quartal. Richard Clarke von Bernstein schrieb mit Blick auf bestätigte Jahresziele, dass diese nach dem guten ersten Quartal eine schwächere zweite Jahreshälfte implizierten.

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