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ROUNDUP 2

Bayer sichert sich 3 Milliarden Euro durch Pharma-Deal mit Apollo 10.07.2026, 16:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Bayer 50,16 EUR -1,38 % Gettex
Apollo Global Management 106,03 EUR +1,12 % Lang & Schwarz

(Kurs aktualisiert)

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer DE000BAY0017 verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo US03769M1062 mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhalte eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit reversiblen Langzeit-Verhütungsmitteln (LARC) einbringe, teilte der DaxDE0008469008-Konzern am Freitag mit. Dadurch sichert sich Bayer den Angaben zufolge 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital.

Bayer behält die Anteilsmehrheit an der Gesellschaft sowie die vollständige operative Kontrolle über das LARC-Geschäft, das Teil des Kerngeschäfts der Pharmasparte bleibt. Der Abschluss der Transaktion werde für das dritte Quartal 2026 erwartet.

Zur aktuellen Umsatz- und Gewinnentwicklung der Sparte macht Bayer keine Angaben. Laut Geschäftsbericht erzielte das Unternehmen 2025 mit Produkten wie den Hormonspiralen Mirena, Kyleena und Jaydess Erlöse von fast 1,4 Milliarden Euro.

Die ohnehin nur verhaltene Freude der Anleger im frühen Handel hielt nicht lange an. Am Nachmittag verlor die Bayer-Aktie als einer der schwächsten Dax-Werte ein Prozent. Für 2026 steht aber aktuell ein Kursgewinn von mehr als 35 Prozent auf dem Zettel. Ein für Bayer positive Urteil des US Supreme Court hatte Ende Juni einen Befreiungsschlag gesorgt und den Kurs nach oben katapultiert.

Bayer ist in den USA seit Jahren mit einer milliardenteuren Klagewelle wegen angeblicher Krebsrisiken seiner glyphosathaltigen Unkrautvernichter konfrontiert. Allerdings schloss das Unternehmen im Februar einen Sammelvergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar (knapp 6,4 Mrd Euro) zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten, der bereits vorläufig genehmigt wurde. Die Anhörung für eine endgültige Genehmigung soll am 19. August stattfinden.

Im Zuge der Bekanntgabe des Sammelvergleichs hatte Bayer gesagt, dass eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung nicht geplant sei. Vielmehr sei die Finanzierung des Vergleichs sowie bestimmter Anleihefälligkeiten durch eine Kreditlinie von 8 Milliarden US-Dollar gesichert. Die Kreditlinie soll dann über Anleihen sowie Instrumente refinanziert werden, die Ratingagenturen als eigenkapitalähnlich einstufen. Der aktuelle Deal dürfte zu den Refinanzierungsmaßnahmen gehören.

Zudem hatte Bayer erst jüngst einen wichtigen Erfolg vor dem Obersten Gericht in den USA erzielt. Dem Urteil des US Supreme Court zufolge kann Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden. Tausenden Klagen im Zusammenhang mit Roundup dürfte damit die Grundlage entzogen werden. Bayer verneint ein Krebsrisiko von Roundup.

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