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Fresenius Medical Care sieht 2026 als Übergangsjahr - Kurseinbruch 24.02.2026, 13:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Fresenius Medical Care 39,51 EUR +2,94 % Lang & Schwarz

(neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, Aktienkurs aktualisiert.)

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Der Dialyseanbieter Fresenius Medical Care (FMC ) hat im vergangenen Jahr auch dank seines Sparprogramms einen satten Gewinnsprung erzielt. Doch 2026 steht das Unternehmen wegen zunehmenden Gegenwinds vor einem Übergangsjahr, Konzernchefin Helen Giza schließt deshalb einen Ergebnisrückgang nicht aus. Grund ist unter anderem die Einführung eines modernen Dialysegeräts in den USA, in dem die Managerin aber eine Investition in die Zukunft des Unternehmens sieht. Ihre Sparbemühungen will die FMC-Lenkerin nun noch einmal forcieren. Der Aktienkurs ein.

Nach einem Minus von bis zu 10 Prozent lag das Papier gegen Mittag noch mit 7 Prozent im Minus. Jefferies-Analyst James Vane-Tempest bezeichnete das Ziel eines weitestgehend stabilen Umsatzes als enttäuschend. Der Ergebnisausblick impliziere zusätzlichen Gegenwind, wenn man bedenke, dass die Sparziele angehoben worden seien. Auch bemängelte er, dass das Margenziel für 2030 trotz der forcierten Sparbemühungen nicht angetastet worden sei.

FMC-Lenkerin Giza erwartet für 2026, dass sich das bereinigte operative Ergebnis zu konstanten Wechselkursen zwischen einem Plus und einem Minus im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegt.

Dabei kommen in diesem Jahr auf den Konzern auch Kosten für die Einführung des neuen Dialysegeräts mitsamt Schulungen des Personals zu. Zusammengenommen Inflation, steigenden Löhnen, regulatorischen Anforderungen sowie Arbeiten an der IT dürfte das die Einsparungen überwiegen, wie Giza und ihr Finanzvorstand Martin Fischer in einer Videokonferenz mit Journalisten erläuterten. Auch dürften positive Effekte aus gewissen US-Vergütungsregeln langsam abebben, die 2025 noch das Ergebnis unerwartet stark gestützt hatten.

Überdies hatte der Konzern im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben von einem "soliden Geschäftswachstum" und seinem Sparprogramm profitiert, das mehr Einsparungen brachte als angepeilt. Das bereinigte operative Jahresergebnis stieg auch dank eines außerordentlich starken Schlussquartals auf 2,21 Milliarden Euro, währungsbereinigt lag das Plus im Vergleich zum Vorjahr bei 27 Prozent. Analysten hatten mit etwas weniger gerechnet.

Unter dem Strich schnellte das Konzernergebnis der Beteiligung des Medizinkonzerns Fresenius nominal um 82 Prozent auf 978 Millionen Euro in die Höhe. Die Aktionäre sollen eine um 4 Cent auf 1,49 Euro je Aktie erhöhte Dividende erhalten.

Die Umsatzentwicklung im Berichtszeitraum bremsten jedoch negative Währungseffekte; diese herausgerechnet hatte FMC bei einem Erlös von gut 19,6 Milliarden Euro ein Plus von fast fünfeinhalb Prozent erzielt. Auf diesem Niveau soll auch 2026 der Umsatz abseits der Wechselkurseffekte herauskommen.

Giza hatte das bereits seit gut drei Jahren laufende Spar- und Restrukturierungsprogramm nach mehreren Gewinnwarnungen in der Corona-Zeit eingeläutet. Der Konzern trennte sich von margenschwachen Randbereichen, zog sich aus schwierigen Märkten zurück, optimierte Produktions- und Lieferketten und schloss unrentable Kliniken. Auch tausende Stellen wurden gestrichen. Bis Ende 2027 sollen nun Einsparungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erzielt werden - 150 Millionen mehr als zuletzt genannt. Bis Ende 2025 hatte FMC bereits gut 800 Millionen Euro nachhaltige Einsparungen erreicht.

Weiterhin schwächelt jedoch das von Analysten besonders stark beobachtete Behandlungswachstum in den USA, weil der Konzern dort unter anderem mit einer hohen Patientensterblichkeit zu kämpfen hat; dabei spielte die Grippesaison eine Rolle. Nach einer Stagnation der Behandlungen auf vergleichbarer Basis sei 2026 mit einer ähnlich flachen Entwicklung zu rechnen, sagte Giza.

Mit der in diesem Jahr beginnenden Einführung des neuen Dialysegerätes für die "hochvolumige Hämodiafiltrationstherapie" will FMC das US-Geschäft aber ankurbeln. Diese Methode gilt als eine schnellere und effektivere Blutwäsche und hat nach Konzernangaben Vorteile mit Blick auf eine Reduzierung der Sterblichkeit.

"Das ist der größte Produktanlauf in unserer Unternehmensgeschichte", betonte Giza. Sie bekräftigte zum wiederholten Male, dass künftig ein Vor-Corona-Niveau von 2 Prozent beim Behandlungswachstum erreichbar sei, sobald die Sterblichkeitsraten sänken. "Wir werden einen schrittweisen Anstieg bei den Behandlungen erleben."

Auch die Profitabilität will FMC mittelfristig weiter erhöhen. Bis 2030 erwartet der Vorstand unverändert eine operative Ergebnismarge im mittleren Zehnerprozentbereich, nach einem Anstieg auf 11,3 Prozent im vergangenen Jahr. Der Ausblick für 2026 impliziert eine Marge von 10,5 bis 12,0 Prozent./tav/lew/mis

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