ROUNDUP 2

Fresenius will weiter profitabel wachsen - Ausblick enttäuscht Börse 25.02.2026, 13:36 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Fresenius 46,66 EUR +0,54 % Quotrix Düsseldorf

(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Aktienkurs)

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Fresenius hat dank Einsparungen und einem guten Lauf seiner Pharmatochter Kabi sowie seinem Klinikgeschäft Helios im vergangenen Jahr mehr verdient. 2026 soll es weiter aufwärtsgehen. "Wir sind überzeugt, dass wir auch weiterhin profitabel und nachhaltig wachsen werden", sagte Unternehmenschef Michael Sen, dessen Vertrag vorzeitig um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert wird. Der Konzern kündigte ferner am Mittwoch einen Wechsel an der Spitze seiner Kliniksparte Helios an. Die Aktie sank.

Analysten monierten einhellig den Ausblick des Unternehmens als schwach. Auch die Zahlen zum Schlussquartal seien durchwachsen ausgefallen. Das Papier notierte am späten Vormittag als Dax -Schlusslicht rund drei Prozent tiefer bei 48,84 Euro, nachdem es bereits tags zuvor im Zuge der mauen Jahresziele der Fresenius-Beteiligung FMC (Fresenius Medical Care) gefallen war. In den vergangenen drei Jahren hat sich der Kurs aber - parallel zum von Sen eingeläuteten Umbau - fast verdoppelt.

JPMorgan-Analyst Richard Vosser gab zu bedenken, dass Fresenius üblicherweise mit konservativen Zielen in das Jahr starte und diese dann womöglich noch anheben könnte. Angesprochen auf seine weiteren Vorhaben, sagte Konzernlenker Sen: "Wir setzen auf innovativgetriebenes Wachstum und die Digitalisierung im Krankenhausbereich und stärken unsere Pipeline durch Einlizensierungen und eigene Entwicklungen."

In diesem Jahr stünden etwa zahlreiche Produktanläufe bei der Tochter Kabi im Geschäft mit klinischer Ernährung und bei den biotechnologisch hergestellten Nachahmermedikamenten an. "Da müssen wir erst einmal schauen, wo wir beim Umsatz herauskommen", erläuterte der Manager mit Blick auf die Konzernziele. Auch die weitere Rechtssprechung zum Thema Zölle in den USA bleibe abzuwarten - der aktuelle Ausblick klammert Zölle aus.

2026 soll der Konzernerlös aus eigener Kraft um 4 bis 7 Prozent zulegen - und damit nur bestenfalls so stark wachsen wie im vergangenen Jahr, in dem der Umsatz auf knapp 22,6 Milliarden Euro gestiegen war. Die operative Marge (bereinigte Ebit-Marge) soll in etwa auf dem Vorjahresniveau von 11,5 Prozent stagnieren.

Zugleich führt Fresenius im Ausblick eine neue Kennziffer ein. Damit wolle das Unternehmen den Fokus auf die Wertschaffung für die Anteilseigner stärker betonen, erläuterte Finanzchefin Sara Hennicken. So soll das sogenannte Kernergebnis je Aktie in diesem Jahr währungsbereinigt um 5 bis 10 Prozent steigen, nach einem Plus von 12 Prozent auf 2,87 Euro für 2025. Herausgerechnet sind hier Sondereffekte und die Beteiligung FMC.

2025 war ein weiteres starkes Jahr für Fresenius. Belastungen etwa durch US-Zölle und den Wegfall von staatlichen Energiehilfen nach der Corona-Pandemie für deutsche Kliniken konnte der Konzern ausgleichen. In den zwölf Monaten kletterte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) um etwas mehr als vier Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Damit traf der Pharmakonzern und Krankenhausbetreiber in etwa die Erwartungen am Markt, das Schlussquartal lag jedoch moderat darunter - trotz erheblicher Ergebnisverbesserungen bei Helios. In der Kliniksparte Helios kamen im letzten Jahresviertel - wie zuvor angekündigt - unter anderem positive Effekte des Sparprogramms zum Tragen. Auch bei der Pharmatochter Kabi hätten sich weitere Effizienzmaßnahmen positiv ausgewirkt. Fresenius erhöhte in diesem Zusammenhang das längerfristige Margenziel für die Pharmatochter leicht.

Seinen Aktionären will das Unternehmen nun für 2025 eine um fünf Cent auf 1,05 Euro angehobene Dividende je Aktie zahlen.

Wie Fresenius weiter mitteilte, soll Christian Pawlu zum 1. Juli als neuer Leiter der Kliniksparte Helios in den Vorstand einziehen. Der bisherige Helios-Lenker Robert Möller soll künftig das Büro der Unternehmensleitung in Berlin und Brüssel aufbauen.

Fresenius hat bereits einen radikalen Umbau unter dem früheren Siemens - und Eon -Manager Sen hinter sich. Dieser war im April 2021 zunächst als Leiter der Pharmasparte Kabi zu Fresenius gekommen. Im Oktober 2022 übernahm er den Vorstandsvorsitz beim Arzneihersteller und größten deutschen Klinikbetreiber, der damals noch in der Krise steckte. Unter Sen verkaufte Fresenius Randbereiche wie die Kinderwunsch-Klinikkette Eugin, verschlankteStrukturen und zog sich weitgehend aus der verlustträchtigen österreichischen Tochter Vamed zurück.

Auch wurde die frühere enge Verflechtung mit dem Dialysespezialisten FMC gelöst. Inzwischen wird die frühere Blutwäsche-Tochter nur noch als Finanzbeteiligung geführt, Fresenius ist aber weiter größter Aktionär. Damit schnitt Konzernlenker Sen Fresenius auf die Pharmatochter Kabi und das Klinikgeschäft bei Helios zu, wo er parallel Sparprogramme einläutete und auf eine Verjüngung des Produktangebots setzte. In der Folge verbesserten sich die Ergebnisse des Unternehmens wieder, und die Nettoverschuldung sank in den vergangenen zwei Jahren laut Finanzchefin Henniken um rund drei Milliarden Euro./tav/lew/jha/

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 2,68
Hebel: 18
mit starkem Hebel
Ask: 9,17
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VH0YCA VK2BUB. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer