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Fuchs startet besser als erwartet ins Jahr - Aktie legt deutlich zu 29.04.2026, 12:49 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
FUCHS Pref 37,23 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

(neu: Aussagen aus der Pressekonferenz, Kurs)

MANNHEIM (dpa-AFX) - Der Schmierstoffhersteller Fuchs DE000A3E5D64 ist mit zum Teil deutlichen Zuwächsen in das Jahr gestartet. "Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei", sagte Konzernchef Stefan Fuchs laut einer Mitteilung am Mittwoch. Während das Unternehmen wegen der Inflation das Umsatzziel für das laufende Jahr anhob, senkte es die Prognose für den freien Barmittelzufluss vor Zukäufen aufgrund stark gestiegener Rohstoffkosten und Verkaufspreise.

An der Börse kamen die Zahlen sehr gut an. Die Vorzugsaktie legte am Vormittag mehr als neun Prozent zu und gehörte damit zu den größten Gewinnern im MDax DE0008467416, dem Index für mittelgroße Werte. Zuletzt gewann das Papier rund 8,5 Prozent auf 40,76 Euro. Analyst Constantin Hesse vom Investmenthaus Jefferies zufolge hat Fuchs mit seinen Zahlen die Erwartungen übertroffen. Das reduzierte Ziel für den freien Mittelzufluss vor Akquisitionen sei hingegen schon erwartet worden.

Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um ein Prozent auf 934 Millionen Euro. Zum Zuwachs haben vor allem ein starkes Volumenwachstum beigetragen, sagte Finanzchef Esma Saglik. Gegenwind habe es allerdings von ungünstigen Wechselkursen gegeben. Ohne die Währungseffekte wäre der Erlös um fünf Prozent gewachsen. Auch für das laufende zweite Quartal rechnet Saglik mit negativen Währungseffekten.

Operativ lief es im Quartal deutlich besser: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 16 Prozent auf 125 Millionen Euro. Damit erzielte der Konzern das höchste Quartalsergebnis in der Firmengeschichte. Während das Unternehmen in der Region Asien-Pazifik operativ deutlich mehr verdiente, ging das Ergebnis in Nord- und Südamerika dagegen um fast ein Zehntel zurück. Fuchs führte dies vor allem auf den schwächeren US-Dollar zurück. In der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) konnte das Unternehmen das Ergebnis vor allem dank Deutschland und Südafrika deutlich verbessern.

Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 89 Millionen Euro, ein Plus von ebenfalls 16 Prozent zum Vorjahr. Mit den Kennziffern übertraf Fuchs die Erwartungen der Analysten. Den freien Barmittelzufluss vor Zukäufen konnte das Unternehmen mit 54 Millionen Euro mehr als verdreifachen.

"Der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus wird uns unabhängig vom weiteren Verlauf der Auseinandersetzung im laufenden Geschäftsjahr vor große Aufgaben stellen", sagte Firmenlenker Fuchs. Steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe forderten das Unternehmen bereits heute heraus. Die Lage werde in den kommenden Monaten angespannt bleiben. Deshalb werde das Unternehmen die steigenden Rohstoffkosten mit zeitnahen Preiserhöhungen ausgleichen.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz nun deutlich auf über 3,7 Milliarden Euro steigen. Für die freien Barmittel vor Zukäufen werden jetzt deutlich unter 270 Millionen Euro erwartet. Zuvor standen beim Umsatz 3,7 Milliarden und für der freie Barmittelzufluss vor Zukäufen 270 Millionen im Plan. Der operative Gewinn (Ebit) soll sich unterdessen weiterhin auf 450 Millionen Euro verbessern.

Die erst jüngst verkündeten neuen Mittelfristziele bestätigte Unternehmenschef Fuchs. Bis 2031 soll der Umsatz auf 4,0 bis 4,5 Milliarden Euro klettern. Für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) peilt das Management 550 bis 600 Millionen Euro an. Das wäre im Vergleich zum Jahr 2025 ein Plus von gut 26 bis knapp 38 Prozent. Die entsprechende Marge soll dann 13 bis 15 Prozent betragen.

Um die Ziele zu erreichen, will sich Fuchs auf sechs Bereiche konzentrieren. Zu diesen zählen unter anderem der Kfz-Ersatzteilemarkt, Schmierstoff- und Kühllösungen für alle Arten von Fahrzeugen mit neuer Antriebstechnologie sowie spezielle Schmierstoffe für Lebensmittel, Medizin, Halbleiter und Schienenverkehr.

Für den Mannheimer Schmierstoffhersteller, der knapp 6.900 Mitarbeiter beschäftigt, ist vor allem die Auto- und Nutzfahrzeugindustrie wichtig. Der Umbruch vom Verbrennungsmotor hin zum Elektromotor führt deshalb auch bei Fuchs zu Veränderungen. Daneben hat der Konzern auch Kunden aus Bereichen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Bergbau, Luft- und Raumfahrt sowie Land- und Forstwirtschaft.

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