Anzeige
+++Die FED hat die Zinsen erhöht.: Gold explodiert. Was kommt jetzt?+++
Portfolio Tracker
Alle Depots an einem Ort. Dein Gesamtvermögen immer im Blick, tiefgründige Renditeanalysen und Dividendenplaner.
Anzeige
ROUNDUP 2

Hegseth lobt Deutschland: Industrie für Verteidigung nutzen 16.09.2026, 14:55 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Rheinmetall 1.014,30 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
HENSOLDT 78,12 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
RENK Group 42,27 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

(mit weiteren Details zu Rüstungsprojekten.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Deutschland Anerkennung für eine Vorreiterrolle bei der Stärkung der Nato in Europa gezollt. Bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) im Pentagon sprach er von "großen Fortschritten, die vor der Rückkehr von Präsident (Donald) Trump ins Amt wohl niemand für möglich gehalten hätte".

Beide Minister unterzeichneten zudem eine Rüstungsvereinbarung, die darauf abzielt, den enormen Bedarf an Waffen, Munition und Ausrüstung im Nato-Bündnis verstärkt auch aus deutscher Produktion zu decken.

Die Absichtserklärung erweitert nach den Worten von Hegseth Möglichkeiten für gemeinsame Entwicklung, Produktion und Lizenzfertigung. Ausgebaut werden sollen auch Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten - "genau das, was verbündete Länder tun sollten", sagte er. Das Ziel sei klar: "leistungsfähige Systeme für amerikanische, deutsche und verbündete Streitkräfte in großem Maßstab und zügig bereitzustellen, um maximale Schlagkraft zu erzielen".

Verteidigungsausgaben sind nur der erste Schritt

Deutschland nähere sich bei den Verteidigungsausgaben der Erfüllung der Fünf-Prozent-Verpflichtung der Nato "und geht dabei mit gutem Beispiel voran", sagte Hegseth, dessen offizielle Bezeichnung Kriegsminister ist. Und: "Aber wie wir bereits besprochen haben, sind Verteidigungsausgaben nur der erste Schritt. Eine Nato 3.0 erfordert daher auch, dass Deutschlands sehr große und traditionsreiche industrielle Basis für die gemeinsame Verteidigung genutzt wird."

Pistorius hatte Hegseth zuletzt im Sommer 2025 in Washington besucht. Im vergangenen Jahr gab es aus Washington noch viel Kritik an der Bundesregierung. Seitdem ist einiges passiert. So hat Deutschland die Verteidigungsausgaben kräftig erhöht und seine Führungsrolle bei der militärischen Hilfe für die Ukraine ausgebaut.

Zugleich erleben die USA im Krieg gegen den Iran, den sie gemeinsam mit Israel begonnen haben, Grenzen militärischer Macht. Die iranischen Machthaber scheinen fest im Sattel zu sitzen, sind weiterhin stets zum Gegenangriff bereit und setzen in der Straße von Hormus in einer Art Würgegriff den Welthandel mit Waren und Öl unter Druck.

Für die deutsche Industrie bieten sich Chancen

Lenkflugkörper aus US-Produktion für Angriff und Flugabwehr sind in diesem Krieg zu einem knappen Gut geworden. Das merken die europäischen Nato-Verbündeten und auch die Ukrainer.

In diesem Gebiet bieten sich Chancen für die deutsche Industrie. "Wir bieten Know-how und Kapazitäten für die gemeinsame Produktion an", sagte Pistorius nach dem Treffen mit Hegseth.

Er sprach von einer ganzen Reihe unschätzbarer Vorteile: "Wir füllen unsere Bestände auf, wir stärken unsere Fähigkeiten und im Übrigen dann eben auch die unserer Partner", sagte er. Und: "Wenn die Kapazitäten in den USA nicht ausreichen - und angesichts der großen Nachfragezahlen ist das in einigen Bereichen definitiv so - haben wir angeboten, in Deutschland zu produzieren. Das stößt auf viel Gegenliebe."

Zusammenarbeit soll keine Einbahnstraße bleiben

Deutsches Hauptinteresse bei Rüstungskooperationen ist der Zugang zu Technologien und Systemen, die in Europa nicht oder noch nicht selbst hergestellt werden, darunter Lenkflugkörper und Luftverteidigungssysteme wie Patriot. In Deutschland sind die Rüstungskonzerne MBDA und Diehl ausgewiesene Spezialisten für solche Waffensysteme. In der Delegation von Pistorius reisten mehrere Chefs deutscher Rüstungskonzerne mit in die USA.

Die Bundesregierung hatte in den letzten Jahren mehrere Großbestellungen bei US-Rüstungsunternehmen gemacht. Darunter ist der Kauf von 35 Tarnkappenjets des Typs F-35 für 10 Milliarden Euro.

Zudem wurden in den USA 60 Transporthubschrauber des Typs CH-47F gekauft. Die Maschinen sollen in den Jahren 2027 bis 2032 geliefert werden. Beim Luftverteidigungssystem Patriot steht die Nachbeschaffung der Systeme an, die Deutschland zur Unterstützung der Ukraine abgegeben hat.

Vom US-Unternehmen General Atomics werden zudem Drohnen des Typs MQ-9B mit Bodenkontrollstationen und Simulatoren beschafft. Die unbemannten Luftfahrzeuge dienen zur Seefernaufklärung und können im Zusammenspiel mit den Seefernaufklärern P-8A zur U-Boot-Jagd eingesetzt werden.

Rheinmetall bietet USA Schützenpanzer an

Der Ausbau der Zusammenarbeit soll aber keine Einbahnstraße bleiben. So ist Rheinmetall mit dem Schützenpanzer Lynx im Bieterrennen um den künftigen Schützenpanzer des US-Heeres. Dabei geht es um ein Angebot für die Lieferung von mehr als 4.000 Panzerfahrzeugen.

Deutschland ist mit aktuell etwa 38.000 Soldaten wichtigster US-Standort in Europa. Unter den großen Militäreinrichtungen sind die Air Base Ramstein, die Truppenübungsplätze Grafenwöhr und Hohenfels, das Militärkrankenhaus Landstuhl und regionale Hauptquartiere in Stuttgart und Wiesbaden. Die USA nutzen die Standorte für Militäreinsätze im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,49
Hebel: 20,66
mit starkem Hebel
Ask: 1,98
Hebel: 5,11
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: BD6JX7 BD4CDP. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer