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ROUNDUP 2/Luftalarm in Lettland

Kampfjets schießen Drohne ab 14.08.2026, 12:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(Neu: Mehr Details)

RIGA (dpa-AFX) - Eine Drohne ist in den lettischen Luftraum eingedrungen und von Kampfjets eines Nato-Partnerstaats abgeschossen worden. Nach Militärangaben haben italienische Eurofighter das Flugobjekt vom Himmel geholt. Die Entscheidung zum Abschuss sei getroffen worden, um eine Gefährdung der Bevölkerung Lettlands abzuwenden, sagte Verteidigungsminister Raivis Melnis. Das Militär hatte zuvor Luftalarm ausgelöst und die Menschen in dem Baltenstaat aufgerufen, sich nicht im Freien aufzuhalten und sich in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben einer Sprecherin des lettischen Militärs wurde die Drohne über einem Waldgebiet abgeschossen. Verletzte oder Sachschäden gebe es nicht. Die zuständigen Einsatzkräfte seien an der Absturzstelle vor Ort im Einsatz, sagte sie im lettischen Fernsehen.

Woher stammte die Drohne?

Das Militär machte zunächst keine genauen Angaben zur Herkunft des unbemannten Fluggeräts über der Region Balvi. Die Armee sprach aber von einer ausländischen Drohne, die infolge von Russlands elektronischer Kampfführung in den lettischen Luftraum geraten sei. Damit lag der Schluss nahe, dass es sich um eine abgewehrte ukrainische Drohne gehandelt haben könnte.

Melnis sagte, dass es derzeit nicht möglich sei, Herkunft und Typ der abgeschossenen Drohne zu bestimmen. Dazu müssten erst Drohnentrümmer gefunden und untersucht werden.

Kiew hatte nach Angaben des lettischen Rundfunks in der Nacht Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen. Bereits Anfang Juni hatten Nato-Kampfjets über Lettland eine fehlgeleitete Drohne abgeschossen.

Wiederholte Drohnenvorfälle mit ukrainischen Drohnen

Der EU- und Nato-Staat Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern grenzt im Osten an Russland. Im Zuge des Ukraine-Krieges hat es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in dem Baltenstaat gegeben. Bei ukrainischen Angriffen waren mehrfach fehlgeleitete unbemannte Flugkörper, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte, in den lettischen Luftraum eingedrungen und abgestürzt.

Größere Schäden oder Verletzte gab es dabei nicht. Die Vorfälle lösten aber eine politische Krise in Lettland aus und führten zu einem Regierungswechsel. Die neue Regierung hatte kurz nach ihrem Amtsantritt Ende Mai ein Abkommen mit der Ukraine zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei der Drohnenabwehr geschlossen.

Nato überwacht baltischen Luftraum

Größere Nato-Staaten übernehmen im Baltikum abwechselnd die Luftraumüberwachung der Mitgliedsstaaten Estland, Litauen und Lettland, die keine eigenen Kampfjets besitzen. Die italienischen Kampfjets sind auf dem Militärflughafen Siauliai (Litauen) stationiert.

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