ROUNDUP 2/Rechenzentrumsverkauf

RWE übertrifft Erwartungen - Aktie zieht an 12.11.2025, 14:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
RWE 56,18 EUR +4,13 % Lang & Schwarz

(neu: Jahresprognose, sowie Aussagen von Finanzchef Michael Müller aus Telefonkonferenzen mit Journalisten und Analysten ergänzt, Kursteil aktualisiert)

ESSEN (dpa-AFX) - Dank des Verkaufs eines Rechenzentrumsprojekts am Standort eines ehemaligen Kraftwerks von RWE in Großbritannien ist der Gewinn des Energiekonzerns im Dreivierteljahr weniger gefallen als befürchtet. Im Tagesgeschäft setzten sich derweil die Effekte aus dem ersten Halbjahr weitgehend fort. Finanzchef Michael Müller bestätigte die Jahresprognose. Anleger an der Börse griffen zu.

Die RWE-Aktie gehörte zur Wochenmitte mit 3,5 Prozent Plus im Dax zu den größten Gewinnern. Sie erreichte dabei das höchste Niveau seit 2011 und das Plus seit dem Jahreswechsel stieg auf über 50 Prozent.

Jefferies-Experte Ahmed Farman sah den Verkauf des Rechenzentrums als "thematischen Rückenwind" für RWE. Das Trendthema Künstliche Intelligenz sorgt bei Anlegern seit geraumer Zeit für leuchtende Augen. Selbst bereinigt um diesen Einmaleffekt sei der operative Gewinn in den ersten neun Monaten aber überraschend stark gewesen, merkte Javier Garrido von JPMorgan an.

Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 13 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro, wie RWE am Mittwoch in Essen mitteilte. Analysten hatten mit einem schwächeren Abschneiden gerechnet.

Für 2025 erwartet RWE einen bereinigten operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 4,55 und 5,15 Milliarden Euro. Das wäre im schlechtesten Fall ein Fünftel weniger als 2024. Der bereinigte Nettogewinn soll 1,3 bis 1,8 Milliarden Euro erreichen. Das wäre sogar ein Rückgang um bis zu 44 Prozent.

In den ersten neun Monaten belastete ein geringeres Windaufkommen ebenso wie die Normalisierung beim Terminverkauf von Strom nach den Preiskapriolen der Vergangenheit. Auch das Geschäft mit dem Energiehandel blieb erwartungsgemäß hinter dem Vorjahreswert zurück, schnitt aber besser ab, als Analysten geschätzt hatten.

Der Rechenzentrumsverkauf in Großbritannien an einen Anbieter von Cloud-Computing-Diensten schlug sich derweil als positiver Einmaleffekt in Höhe von 225 Millionen Euro nieder. Die Zahlung für das Projekt am ehemaligen britischen Kohlekraftwerksstandort erfolgt RWE zufolge zwar erst im Oktober, wird aber bereits im vorliegenden Bericht zum Abschluss des dritten Quartals berücksichtigt.

"Mit den Ergebnissen der ersten neun Monate sind wir zufrieden", sagte Finanzchef Müller laut Mitteilung. Das Portfolio sei robust aufgestellt und wachse werthaltig. "Der Boom der Künstlichen Intelligenz treibt weltweit die Stromnachfrage und damit die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien. Das sind gute Aussichten für unser Geschäft."

Der Verkauf des Rechenzentrumsprojekts sei interessant, merkte RBC-Analyst Alexander Wheeler an, da RWE über weitere alte Standorte in Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden verfügt, die in Zukunft zusätzliche Möglichkeiten zur Wertschöpfung bieten könnten. RWE habe die Entwicklung des Standorts mit allen erforderlichen Genehmigungen vorangetrieben und er gehe davon aus, dass die Essener aktiv an weiteren Projekten arbeiten, die nicht in der langfristigen Prognose enthalten sind.

Im Austausch mit Journalisten und Analysten im Laufe des Tages berichtete der RWE-Manager Müller, dass in Europa mindestens zehn weitere Projekte dieser Art möglich seien. Wer das Projekt in Großbritannien gekauft hat, wollte er auf Nachfrage mit Verweis auf eine Verschwiegenheitsvereinbarung nicht sagen./lew/err/mis

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,26
Hebel: 21,35
mit starkem Hebel
Ask: 1,18
Hebel: 4,78
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW8UJU GU99E3. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

Gestern 23:05 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Gestern 22:16 Uhr • Artikel • dpa

Gestern 22:00 Uhr • Artikel • dpa-AFX

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer