Anzeige
++++++ Gold über 4.862 USD – auf dem Weg zu 5.000 USD: Warum A2 Gold jetzt in eine neue Liga aufsteigt ++++++
ROUNDUP 2

Telekom macht mehr Gewinn - Schwächen außerhalb USA belasten Aktie 07.08.2025, 16:02 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Telekom 26,46 EUR -1,19 % Tradegate

(neu: Kurs aktualisiert im 2. Absatz, Anteilsverkäufe von Aktionär Softbank in den neuen Absätzen 4 und 5)

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal weiter von den brummenden Geschäften ihrer US-Tochter gezehrt. Die Bonner erhöhten ihren Gewinnausblick für das Jahr erneut etwas. Allerdings schmälerte der schwache Dollar infolge der US-Zollpolitik das Wachstum des in Euro ausgewiesenen Umsatzes deutlich. In Deutschland lief es mit den abgerechneten Erlösen im Mobilfunk weiter besser, im Geschäft mit Breitband-Internetzugängen ist der Wettbewerb aber nach wie vor hart. Den Anlegern schmeckte das gar nicht, die Telekom-Aktie fiel deutlich.

Das Papier gab am Nachmittag als einer der schwächsten Werte im Dax um fast fünf Prozent auf 29,81 Euro nach. Zuletzt hatten die Ende Juli vorgelegten Zahlen der US-Tochter T-Mobile US dem Kurs etwas Schwung verliehen. Den deutlicheren Rückschlag Mitte Juni hat die Aktie aber bis dato nicht auswetzen können. Das Kursplus seit Jahresbeginn schmolz auf knapp drei Prozent zusammen.

Abseits der bereits bekannten US-Resultate sei der Bericht etwas schwächer als gedacht ausgefallen, urteilte Analyst Akhil Dattani von der Bank JPMorgan. Vor allem die Kundenverluste im deutschen Breitband würden wohl die Aufmerksamkeit von Anlegern auf sich ziehen; auch das operative Ergebnis außerhalb der USA sei etwas schwach auf der Brust. Polo Tang von der Schweizer Bank UBS wertete die Resultate als "immer noch solide", wobei er die gleichen Punkte monierte wie sein JPMorgan-Kollege. Allerdings dürfte der Konzern hier in den kommenden Quartalen wieder besser abschneiden, so Tang.

Zudem wurde bekannt, dass der japanische Tech-Investor Softbank rund 13 Millionen Aktien an der Telekom-Tochter in den USA verkauft hat und damit gut 3 Milliarden Dollar einstrich. Telekom-Chef Tim Höttges sah darin in der Analystenkonferenz kein Problem. Es sei bekannt gewesen, dass Softbank den Anteil reduzieren wolle, unter anderem um die hohen Investitionen in KI-Gigafactories in den USA im Programm "Stargate" zu finanzieren. Der Kurs der Telekom-Aktie hängt zu großen Teilen vom Erfolg der wichtigsten Beteiligung in den USA ab.

Vor einigen Tagen hatten die Japaner um Tech-Mogul Masayoshi Son bereits ihren direkten Anteil an der Telekom selbst deutlich gesenkt. Durch den Verkauf von T-Aktien fiel dieser von 4,5 auf 0,4 Prozent. Die Aktienpakete von Softbank stammen noch aus der Übernahme der ehemaligen Softbank-US-Tochter Sprint durch T-Mobile und einen späteren Aktientausch der Bonner mit den Japanern.

Zwar gewann die Telekom in Deutschland im zweiten Quartal 137.000 neue FTTH-Glasfaseranschlüsse hinzu, bei denen die Glasfaser bis in die Wohnung verlegt ist (fiber to the home). Insgesamt ging die Zahl der Breitband-Internetanschlüsse dennoch um 20.000 zurück. Schon im ersten Quartal hatte es einen kleineren Rückgang gegeben. Ein Telekom-Sprecher verwies auf den harten Wettbewerb unter anderem mit DSL-Angeboten der Konkurrenz. Die Bonner konzentrierten sich hingegen auf die lukrativeren Glasfaseranschlüsse.

Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg im Quartal im Jahresvergleich um ein Prozent auf 28,7 Milliarden Euro, wie die Bonner am Donnerstag mitteilten. Dabei belastete der schwache US-Dollar. Die Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe von Unternehmensteilen ausgeklammert lag das Plus bei 4,0 Prozent.

Mittlerweile macht die Telekom über drei Viertel ihrer Erlöse im Ausland, überwiegend in den USA. In Deutschland gab es einen Umsatzrückgang um 1,3 Prozent. Das lag dem Unternehmen zufolge vor allem an geringeren Erlösen im Handel mit mobilen Endgeräten wie Handys und Tablets. Bei diesen Geschäften ist die Telekom ohnehin nur Händler mit schmalen Gewinnmargen.

Im Mobilfunk auf dem Heimatmarkt wuchsen die Rechnungsbeträge hingegen um 1,9 Prozent. Allerdings kamen in den drei Monaten bis Ende Juni mit netto 185.000 Vertragskunden unter eigenen Marken weniger Anschlüsse hinzu als in den Vorquartalen. Die Telekom hat nämlich einen Großkunden an einen Wettbewerber verloren.

Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis im Konzern (Ebitda AL) stieg um 1,7 Prozent auf 11,0 Milliarden Euro. Unter dem Strich führten insbesondere Sondereffekte zu einem deutlichen Anstieg des Gewinns um gut ein Viertel auf 2,6 Milliarden Euro.

Beim operativen Ergebnis erwartet Telekom-Chef Höttges 2025 zu konstanten Wechselkursen aus dem Vorjahr nun einen Wert von mehr als 45 Milliarden Euro, beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) von mehr als 20 Milliarden Euro. Bisher hatte der Dax-Konzern rund 45 Milliarden Euro operatives Ergebnis und rund 20 Milliarden Euro an Barmittelzufluss einkalkuliert. Die wichtige US-Tochter T-Mobile US hatte ihren Ausblick zuvor ebenfalls leicht angehoben.

Allerdings ist bei den Zielen der durchschnittliche Wechselkurs von 1,08 Dollar je Euro aus dem Vorjahr unterstellt. Basierend auf aktuelleren Annahmen taxieren Analysten die tatsächlich zu erwartenden Werte inzwischen spürbar niedriger. Beim operativen Ergebnis lag die Markterwartung zuletzt bei rund 44 Milliarden Euro, beim Mittelzufluss bei etwa 19,4 Milliarden./men/he

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 1,07
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 4,14
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VJ3G6G VH27YF. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer