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Verdi ruft zu neuem Ausstand im Hamburger ÖPNV auf 19.03.2026, 11:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die Gewerkschaft Verdi hat während eines laufenden Warnstreiks im Hamburger Nahverkehr gleich zu einem nächsten Ausstand aufgerufen. Sowohl Beschäftigte der Hochbahn als auch der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) sollen demnach am Samstag die Arbeit niederlegen. Der Warnstreik beginne um 3.00 Uhr nachts und dauere 24 Stunden, teilte Verdi mit.

Tarifverhandlungen festgefahren

"Die Tarifverhandlungen im ÖPNV sind festgefahren wie nie", begründete Verdi-Vertreterin Irene Hatzidimou den Aufruf. Das liege auch am Sparkurs des rot-grünen Senats. Sowohl die Hochbahn als auch die VHH befänden sich mehrheitlich oder vollständig im Besitz der Stadt. Deshalb müsse sie jetzt von der Bremse gehen und den Weg für eine Einigung freimachen. "Ansonsten ist es völlig sinnlos, sich weiter an Verhandlungstischen zu verausgaben."

Am Donnerstag fuhren in Hamburg bereits keine U-Bahnen und kaum Busse. Ein Warnstreik bei der Hochbahn hatte den öffentlichen Nahverkehr weitgehend lahmgelegt - und Zehntausende Pendler und Jugendliche gezwungen, sich Alternativen für ihren Weg zur Arbeit oder zur Schule zu suchen. Der Ausstand sollte am Freitagmorgen um 3.00 Uhr enden, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Bayern waren von Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr betroffen.

Hochbahn: "Ein Betrieb der U-Bahn ist leider nicht möglich"

"Ein Betrieb der U-Bahn ist leider nicht möglich", teilte ein Hochbahnsprecher mit. Lediglich die hvv-Servicestelle am Jungfernstieg habe geöffnet. Beim Busverkehr gab es den Angaben zufolge bei einigen wenigen Linien einen Notbetrieb. So fuhren etwa die hochfrequentierten Linien 4 und 5 im 30- beziehungsweise 15-Minuten-Takt. Auch der Shuttledienst von der S-Bahn zu den Arenen, wo am Abend ein Konzert von Clueso geplant war, sei gesichert.

Vom Warnstreik nicht betroffen waren am Donnerstag die S-Bahnen, die Hafenfähren und die VHH-Busse, die vor allem im Westen der Stadt und im Umland verkehren. Bei den VHH stand ein Warnstreik ebenfalls zur Debatte. Bei den am Mittwoch erneut ohne Ergebnis vertagten Verhandlungen zum Manteltarifvertrag sei jedoch verabredet worden, am Donnerstag auf Arbeitsniederlegungen zu verzichten, teilten die VHH mit.

Ende Februar waren Hochbahn und VHH bereits für 48 Stunden bestreikt worden. Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Hochbahn waren zuletzt erneut ohne Einigung geblieben. Die Gespräche sollen am kommenden Montag und Dienstag fortgesetzt werden.

Hochbahn und Verdi haben Forderungen schon modifiziert

Die Hochbahn hatte zuletzt nach eigenen Angaben ein verbessertes Angebot vorgelegt, das bis zu 8,1 Prozent mehr Entgelt im Monat in mehreren Schritten vorsah - bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Verdi wiederum hat seine Forderungen reduziert und für die Beschäftigten eine Entgeltsteigerung von 3,4 Prozent - mindestens aber 150 Euro - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten verlangt. Trotzdem kam es zu keiner Einigung.

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