Anzeige
+++40 Mio. USD Staatsaufträge im Buch: Unternehmen verdient Geld in großer Nische!+++
Portfolio Tracker
Dein Depot in Echtzeit – Kurse, Renditeanalyse und Dividendenplaner an einem Ort.
Anzeige
ROUNDUP 2

Wahlprüfung in Israel abgeschlossen - Streit geht weiter 04.11.2026, 11:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

(Aktualisierung: Wahlergebnisse an Präsident übergeben, Herzogs Äußerungen)

JERUSALEM (dpa-AFX) - Inmitten eines heftigen Streits um das Wahlergebnis in Israel hat das Zentrale Wahlkomitee das Resultat der Parlamentswahl in einer Abstimmung gebilligt. Der Vorsitzende Noam Sohlberg übergab die endgültigen Wahlergebnisse anschließend an Staatspräsident Izchak Herzog. Zuvor sagte Sohlberg, dass bestimmte Verdachtsmomente im Zusammenhang mit Aspekten des Wahlprozesses zwar untersucht würden - diese stellten aber weder die Wahl insgesamt infrage noch rechtfertigten sie eine Verzögerung der Bekanntgabe der Ergebnisse.

Der Inlandsgeheimdienst Schin Bet hatte dem Komitee nach Medienberichten zuvor mitgeteilt, es gebe Hinweise auf weitreichende ausländische Finanzierungs- und Einflussoperationen in Israel, hinter denen verdeckte oder feindliche Interessen stehen könnten und die nach bisherigem Ermittlungsstand Tausende Menschen oder noch mehr beträfen. Der genaue Umfang müsse aber noch weiter untersucht werden. Den Berichten zufolge betreffen die Vorwürfe Katar und die Türkei.

Präsident Herzog sagte, jeder Verdacht auf ausländische Einflussnahme müsse umfassend untersucht werden. Mit Blick auf die arabische Gesellschaft in Israel sagte er zugleich, eine ganze Bevölkerungsgruppe dürfe nicht pauschal diffamiert werden. "Die Wahl ist vorbei", so Herzog. "Jetzt ist es an der Zeit, sich der Realität zu stellen."

Likud-Abgeordneter tritt aus Wahlkomitee zurück

Amit Halevi, Abgeordneter der rechtskonservativen Likud-Partei, kündigte zuvor seinen Rücktritt aus dem Zentralen Wahlkomitee an, wie das Nachrichtenportal "ynet" berichtete. Solange schwerwiegende Vorwürfe einer Einmischung ausländischer Staaten nicht ausgeräumt seien, sei das Komitee nicht befugt, die Wahlergebnisse zu bestätigen.

Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara hatte am Dienstag eine Forderung des Chefs von Schin Bet, David Zini, vier arabische Abgeordnete zu verhören, zurückgewiesen. Zur Begründung erklärte sie, es lägen bislang keine Beweise vor, die eine solche Befragung rechtfertigten. Netanjahu hatte Geheimdienstchef Zini persönlich ausgewählt.

Der Likud warf Baharav-Miara daraufhin vor, dem Geheimdienst "die Hände zu binden" und Ermittlungen wegen mutmaßlicher Wahlmanipulation zu verhindern. Auch der rechtsextreme Polizeiminister Itamar Ben-Gvir warf der Generalstaatsanwältin vor, sie versuche, die Untersuchung von Wahlbetrug zu vereiteln. Die Wahlen seien "gestohlen" worden, schrieb er auf X.

Opposition warnt vor Staatskrise

Die Opposition reagierte empört. Ex-Militärchef Gadi Eisenkot, der Benjamin Netanjahu als Regierungschef ablösen will, schrieb bei X: "In ihrer Verzweiflung versuchen der Likud und Netanjahu, ein Pogrom gegen die Demokratie und die Rechtsstaatlichkeit anzuzetteln. Sie versuchen, uns alle in eine gefährliche Staatskrise hineinzuziehen." Oppositionsführer Jair Lapid sprach von einer "direkten Bedrohung der Demokratie durch Leute, die nicht bereit sind, ihre Niederlage einzugestehen". Er forderte die Opposition zur raschen Bildung einer alternativen Regierung auf.

Die Parlamentswahl vom 27. Oktober brachte weder dem Lager Netanjahus noch dem seiner Gegner eine klare Mehrheit. Die Bildung einer neuen Regierung ist daher weiterhin ungewiss.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 ROUNDUP 2: Trump kündigt Ende milliardenschwerer Hilfen an Israel an Hauptdiskussion
2 Selenskyj warnt Europäer vor russischer Aufrüstung Hauptdiskussion
3 AKTIEN IM FOKUS: SpaceX und Supermicro heben Tech-Laune etwas Hauptdiskussion
4 KI-Boom unter Druck: Asiens Börsen brechen ein – droht dem DAX die nächste Verkaufswelle? Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer