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Adobe stockt Ziele auf - Abgang von Finanzchef verschreckt Anleger 12.06.2026, 10:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Adobe 195,21 USD -1,13 % UTP Consolidated
Marvell Technology 291,01 USD +4,29 % UTP Consolidated

Ein weiterer Managementwechsel überschattet beim US-Softwarekonzern Adobe US00724F1012 das unerwartet hohe Umsatzziel. Zwar erwartet der Konzern im laufenden dritten Quartal mindestens knapp 6,7 Milliarden US-Dollar (rund 5,8 Mrd Euro) Umsatz, was mehr ist, als Analysten ihm zugetraut hatten. Doch verlässt mit Finanzchef Dan Durn ein weiterer Topmanager schon kommende Woche den Spezialisten für Software zur Mediengestaltung, wie das Unternehmen bereits am Donnerstag nach US-Börsenschluss in San Jose mitteilte. Bei den Anlegern kam das nicht gut an.

Für die Aktie ging es im vorbörslichen US-Handel am Freitag um 4,8 Prozent nach unten, verglichen mit einem Schlusskurs von 218,80 Dollar. In diesem Jahr hat der Adobe-Kurs im Haupthandel bereits über ein Drittel an Wert eingebüßt. Im Frühjahr 2024 wurden gar noch mehr als 600 Dollar gezahlt.

Im März hatte bereits der langjährige Chef Shantanu Narayen seinen Abgang verkündet, sobald ein Nachfolger gefunden ist. Als führende interne Kandidaten gelten die beiden Bereichsvorstände David Wadhwani und Anil Chakravarthy. Zudem läuft auch eine Suche nach einem externen Nachfolger, der den Konzern in das KI-Zeitalter führen kann. Ziel sei es, einen neuen Konzernchef rechtzeitig zur Planung des neuen Geschäftsjahres im Dezember an Bord zu haben, so Narayen.

Experte Gil Luria vom Analysehaus D.A. Davidson sagte im Finanzsender Bloomberg TV, der Zeitpunkt des Abgangs sei unglücklich, während das Unternehmen bereits nach einer Nachfolge für den Chefposten suche. Mit diesem Umstand fühlten sich Investoren nicht wohl. Durn wechselt zum Halbleiterkonzern Marvell Technology US5738741041. Bei Adobe rückt übergangsweise der hochrangige Manager Steve Day auf den Posten des Finanzchefs.

Adobe gehörte zu den Vorreitern von Abo-Modellen für Softwarenutzung. Dieses Geschäftsmodell ist zuletzt stark unter Druck gekommen, weil aufkommende KI-Tools als Konkurrenz für die Apps der etablierten Anbieter gelten.

Da half es auch nichts, dass Adobe seine Jahresprognosen für Umsatz und bereinigten Gewinn je Aktie anhob. Erwartet werden nun Erlöse von 26,5 bis 26,6 Milliarden Dollar, was über den Markterwartungen liegt. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll nun bei 24,35 bis 24,45 Dollar liegen. Auch hier hatten Analysten weniger auf dem Zettel.

Und auch die Resultate im zweiten Quartal sind besser ausgefallen als von Experten gedacht. So stieg der Umsatz um 13 Prozent auf 6,62 Milliarden Dollar. Je Aktie verdiente Adobe auf bereinigter Basis mit 5,96 Dollar fast 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

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