ROUNDUP/Aktien Europa Schluss

Weitere Verluste mit anhaltendem Iran-Krieg 27.03.2026, 18:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Name Aktuell Diff. Börse
FTSE 100 10.265,28 PKT +0,60 % Ariva Indikation
E-Stoxx 50 5.930,42 PKT +0,38 % Ariva Indikation
CAC 40 8.121,76 PKT -0,02 % Ariva Indikation
SMI 13.147,97 PKT +0,78 % Ariva Indikation

Europas Börsen haben am Freitag an ihre Vortagsverluste angeknüpft. Mit dem anhaltenden Iran-Krieg und den weiter steigenden Ölpreisen fehlte die Kaufbereitschaft am Markt.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 schloss 1,08 Prozent tiefer bei 5.505,80 Punkten. Dank der dreitägigen Erholungsserie vor dem neuerlichen Rückschlag am Donnerstag behauptete er aber ein hauchdünnes Wochenplus.

Für den schon zuletzt vergleichsweise robusten Schweizer SMI CH0009980894 ging es am Freitag um 0,57 Prozent auf 12.570,26 Punkte bergab. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor lediglich 0,05 Prozent auf 9.967,35 Punkte. Ihn stützten die schwer gewichteten Bergbautitel.

Trotz diplomatischer Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs dauert der Schlagabtausch im Nahen und Mittleren Osten an. Eine Entspannung an der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus ist nicht in Sicht. Im Streit um die freie Schifffahrt durch die Meerenge blieb der Iran unnachgiebig: Eine paramilitärische Miliz verwehrte drei Containerschiffen die Durchfahrt.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum für eine Wiedereröffnung der Meerenge erneut verlängert. Die angekündigten Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur verschob er um weitere zehn Tage auf den 6. April. Dies mindere die Risiken allerdings nicht, und das sei an den Märkten spürbar, sagte Stephen Innes von SPI Asset Management. Für Marktanalyst Timo Emden wirkt die Fristverlängerung "weniger wie ein diplomatischer Fortschritt als vielmehr wie ein Zeichen dafür, dass eine tragfähige Einigung weiterhin auf sich warten lässt".

Israels Armee griff unterdessen nach eigenen Angaben in der Nacht zum Freitag erneut Ziele im Iran an. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen worden, teilte das israelische Militär mit. Angriffe habe es unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es, den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken.

Zudem warfen die Inflationsdaten für den Euroraum in der neuen Woche bereits ihre Schatten voraus. "Höhere Inflationszahlen für März dürften nur ein Vorgeschmack dessen sein, was bei einem andauernden Iran- beziehungsweise Energiekrieg in den kommenden Wochen droht", sagte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. Einen ersten Eindruck lieferten am Freitag Zahlen aus Spanien. Dort hatte sich die Inflation im März wegen des Ölpreisschocks im Zuge des Iran-Kriegs deutlich verstärkt.

Die Aktien von Medienunternehmen EU0009658640 führten am Freitag die Verliererliste im marktbreiten Stoxx Europe 600 an. CTS Eventim DE0005470306 brachen wegen eines enttäuschenden Jahresausblicks des Ticketvermarkters und Veranstalters um gut 23 Prozent ein.

Am meisten gefragt waren Chemiewerte EU0009658608. Sie profitierten von einer positiven Branchenstudie der US-Bank Morgan Stanley. Die Probleme in der Rohstoffversorgung im Zuge des Nahost-Kriegs dürften die asiatischen Konzerne kostenseitig härter treffen als die europäischen, schrieb Analyst Thomas Wrigglesworth. Er stufte Evonik DE000EVNK013 sowie Air Liquide FR0000120073 hoch und schraubte das Kursziel für seinen "Upstream-Favoriten" BASF DE000BASF111 nach oben. Dessen Aktien führten mit plus 2,7 Prozent die Gewinnerliste im EuroStoxx 50 an.

Vergleichsweise stabil präsentierten sich auch die defensiven Pharmawerte EU0009658723. Hier gab es eine Übernahme: Der Schweizer Pharmakonzern Novartis CH0012005267 will für bis zu zwei Milliarden US-Dollar das US-Biotechunternehmen Excellergy kaufen. Die Novartis-Titel gaben nur moderat nach.

Im ansonsten unspektakulären Nahrungs- und Getränkesektor EU0009658749 wirkten die nun von Pernod Ricard FR0000120693 und dem Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman US1156371007 bestätigten Fusionsgespräche nach. Die Aktien des französischen Spirituosenherstellers, die am Vortag noch unter einem Bericht darüber gelitten hatten, machten mit plus 7,9 Prozent den Rutsch auf ein Tief seit dem Jahr 2011 mehr als wett. Vom bisherigen Jahreshoch im Februar aus hatten sie bis zu rund ein Drittel ihres Werts verloren, was die aktuelle Entwicklung relativiert. Für Brown-Forman ging es in New York vor dem Wochenende weiter nach oben.

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