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Dax rutscht wieder unter 26.000 Punkte 07.09.2026, 10:08 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Dax DE0008469008 hat nach der jüngsten Stabilisierung am Montag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Klaren Kursgewinnen der technologielastigen Börsen in Japan und insbesondere Südkorea standen die weiter hohen Ölpreise gegenüber. Zudem fallen wegen eines Feiertags die US-Börsen als wichtiger Impulsgeber im weiteren Tagesverlauf aus.

Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn verlor der deutsche Leitindex 0,36 Prozent auf 25.952 Punkte. Damit rutschte er wieder unter die viel beachtete Marke von 26.000 Punkten, die er zuletzt zurückerobert hatte. Am Freitag war er bis auf 26.167 Punkte gestiegen, hatte dann jedoch vor der 21-Tage-Linie abgedreht, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Das anderthalb Wochen alte Rekordhoch bei 26.618 Punkten bleibt erst einmal außer Reichweite.

Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen sank am Montagvormittag um 0,26 Prozent auf 32.275 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 ging es um knapp 0,3 Prozent bergab.

Die Lage am Ölmarkt bleibt durch die weiteren gegenseitigen Angriffe im Krieg zwischen den USA und dem Iran angespannt. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November wurde zuletzt über 97 US-Dollar gehandelt. Eine Kerngruppe aus sieben Mitgliedern des Ölförderverbands Opec+ teilte am Wochenende mit, dass sie ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben.

"In einem Aufwärtsszenario, in dem sich die Angriffe auf Schiffe ausweiten und intensivieren, sehen wir Brent potenziell bei 120 Dollar", sagte Daan Struyven, Co-Leiter der globalen Rohstoffforschung bei der US-Investmentbank Goldman Sachs US38141G1040, in einem Interview mit Bloomberg TV.

In Deutschland sorgte zudem der Wahlsieg der Rechtsaußenpartei AfD in Sachsen-Anhalt und die Signalwirkung des Debakels der CDU für die Bundesregierung für Gesprächsstoff. Wichtiger für die Anleger sind aber die anstehenden Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) diese Woche und der US-Notenbank Fed in der nächsten Woche. Eine EZB-Zinserhöhung am Donnerstag um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist laut Chefvolkswirt Edgar Walk von Metzler Asset Management inzwischen weitgehend Konsens.

Zudem geht nach dem stark ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag aktuell eine Mehrheit am Markt davon aus, dass auch die Währungshüter in Washington die Zinsen in der kommenden Woche anheben werden. Wichtig für deren Entscheidung dürften indes auch die noch anstehenden US-Inflationsdaten sein.

Am deutschen Aktienmarkt waren zu Wochenbeginn Halbleitertitel gefragt. Im Kielwasser der starken Kursgewinne in Südkorea und Japan ging es für den Chiphersteller Infineon DE0006231004 an der Dax-Spitze um 3,1 Prozent hoch. Ihn stützte zudem eine Empfehlung von Warburg Research. Beim Branchenkollegen Elmos DE0005677108 im MDax freuten sich die Anleger über ein Kursplus von 2,4 Prozent. Die Titel der Zulieferer Suss Microtec DE000A1K0235, Aixtron DE000A0WMPJ6, Jenoptik DE000A2NB601 und Siltronic DE000WAF3001 zogen um bis zu 2,6 Prozent an.

Auf Kaufinteresse stießen auch die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy DE000ENER6Y0 und des Baukonzerns Hochtief DE0006070006. Die beiden Unternehmen gelten wegen der hohen Nachfrage nach Rechenzentren und deren hohen Strombedarfs als indirekte Profiteure des Booms rund um Künstliche Intelligenz (KI).

Beim Raumfahrtunternehmen OHB DE0005936124 im Nebenwerte-Index SDax DE0009653386 ging die Stabilisierung vom jüngsten Jahrestief mit plus 5,7 Prozent weiter. Am Wochenende hatte Konkurrent Isar Aerospace beim zweiten Testflug seiner Trägerrakete erfolgreich fünf Satelliten in die Erdumlaufbahn gebracht.

Analystenkommentare sorgten am Montag ebenfalls wieder für Bewegung. Dass die Schweizer Großbank UBS die Titel von Eon DE000ENAG999 hochstufte und nun zum Kauf rät, bescherte dem Energiekonzern ein Kursplus von 1,8 Prozent. Die Aktien des Windturbinenherstellers Nordex DE000A0D6554 verteuerten sich nach einer Kaufempfehlung der Bank of America an der MDax-Spitze sogar um gut 11 Prozent.

Dagegen stand die zinssensible Immobilienbranche mit den Zinserhöhungserwartungen unter Druck. Für Vonovia DE000A1ML7J1 ging es um 2,3 Prozent bergab. Goldman-Analyst Jonathan Kownator strich sein Kaufvotum für die Aktien. Der Tenor auf der Branchenkonferenz am vergangenen Donnerstag sei vor dem Hintergrund steigender Zinsen vorsichtig gewesen, schrieb er. Im MDax zählten LEG DE000LEG1110, TAG Immobilien DE0008303504 und Aroundtown LU1673108939 zu den größten Verlierern.

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