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Dax sinkt - Anleger wieder vorsichtiger 04.02.2026, 10:39 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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DAX 24.562,02 PKT -0,77 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt haben die Anleger am Mittwoch wieder etwas vorsichtiger agiert. Die Commerzbank verwies auf die Besorgnis bezüglich der Einführung neuer Tools rund um Künstliche Intelligenz (KI) und deren potenzielle Störung traditioneller Geschäftsmodelle. Das hatte zuletzt vor allem die Aktien von Software- und Datenbankanbieter belastet. Stützend wirkte hingegen die anhaltende Erholung der Gold- und Silberpreise, deren scharfe Korrektur vergangene Woche auch die Aktienmärkte belastet hatte.

Der Leitindex Dax büßte anfängliche moderate Gewinne ein und fiel um 0,6 Prozent auf 24.624 Punkte. Die runde Marke von 25.000 Punkten, die am Dienstag nur kurz überwunden werden konnte, bleibt damit eine große Hürde für das Börsenbarometer.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte sank um 0,4 Prozent auf 31.410 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Im Fokus bleiben die geopolitischen Konfliktherde. So blicken Anleger gespannt darauf, was Unterhändler Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi in Bezug auf ein erhofftes Kriegsende ausloten. Was den Iran betrifft, hat das US-Militär offenbar eine iranische Überwachungsdrohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen. Derweil ist der Ort für geplante Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran nach Aussagen aus Teheran noch nicht festgelegt.

Auf Sektorebene hatte ein Bericht im "Handelsblatt" über die Verlängerung kostenloser Emissionszertifikate durch die Europäische Union unterschiedliche Auswirkungen. Mit minus fünf Prozent davon belastet wurden die Aktie von Heidelberg Materials , während viele Titel aus dem Chemiebereich davon profitierten. BASF stiegen im Dax um vier Prozent. Im MDax zogen Evonik , Wacker Chemie und Lanxess zwischen 4,9 und 6,4 Prozent,

In dem Medienbericht heißt es unter Berufung auf einen hochrangigen EU-Beamten, die EU-Kommission wolle ihr wichtigstes Klimaschutzinstrument, den Europäischen Emissionshandel, abschwächen. Geplant sei, über einen längeren Zeitraum als bisher vorgesehen kostenlose Zertifikate auszugeben, um energieintensive Unternehmen wie etwa aus der Chemiebranche zu entlasten.

Heidelberg Materials dagegen litt unter der Nachricht - laut Händlern, weil Anleger zuletzt darauf gesetzt hätten, dass der Zementkonzern ein Vorreiter dabei sei, die Produktion emissionsfrei zu machen. Dies wollten sich die Heidelberger eigentlich teuer bezahlen lassen, argumentierte der Börsianer.

Zudem richteten sich die Blicke auf Geschäftszahlen des Chipkonzerns Infineon und nach US-Börsenschluss auf die der Google-Mutterkonzern Alphabet . Infineon verzeichnete auch im ersten Geschäftsquartal eine dynamische Nachfrage bei KI, während das Marktumfeld ansonsten verhalten blieb. Die von Analysten viel beachtete Marge für das operative Geschäft sank zwar, fiel aber damit besser aus, als von Analysten zuvor erwartet. Angesichts des Booms im Geschäft mit Künstlicher Intelligenz im laufenden Geschäftsjahr erhöht Infineon zudem seine Investitionen kräftig. Die Aktien von Infineon rutschten im Handelsverlauf ins Minus und verloren zuletzt 2,5 Prozent.

Die Papiere von PVA Tepla brachen als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax um gut 16 Prozent ein. Das Technologieunternehmen hatte im vergangene Jahr in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld weniger Umsatz erzielt und verdient. Zudem enttäuschte der Ausblick./la/mis

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