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Dax stagniert - Iran-Krieg weiter im Fokus 16.03.2026, 10:21 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Verlusten im Zuge des Iran-Krieges hat sich der Dax am Montag stabilisiert. Der deutsche Leitindex pendelte um seinen Schlusskurs vom Freitag und stand zuletzt 0,2 Prozent im Minus bei 23.395 Punkten. Im Rampenlicht steht heute auch die Commerzbank: Die italienische Großbank Unicredit hat ein offizielles Übernahmeangebot vorgelegt.

Die Anleger blicken weiter gen Nahost: Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump von Nato-Verbündeten Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Straße von Hormus am Persischen Golf gefordert. Der Schiffsverkehr in der für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas wichtigen Meerenge ist wegen des Kriegs stark beeinträchtigt.

"Der Krieg im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema und straft mit jeder neuen Kriegswoche all diejenigen Lügen, die von einem kurzen und einfachen Militärschlag ausgegangen sind", schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Die Energiepreise würden so zu einem echten Problem, das sich erst in den kommenden Monaten so richtig entfalten dürfte. Die Folgen sollten sowohl direkt über sinkende Margen bei den Unternehmen als auch über anziehende Inflationstendenzen und daraus folgende Konsumzurückhaltung spürbar werden.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 0,4 Prozent auf 28.694 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx fiel um 0,4 Prozent.

Hierzulande ist das Übernahmeangebot der Unicredit für die Commerzbank das Gesprächsthema Nummer eins. Die italienische Großbank will das deutsche Kreditinstitut kaufen. Sie legt den Aktionären der zweitgrößten deutschen Privatbank ein offizielles Übernahmeangebot zum Erwerb aller Aktien der Commerzbank vor.

Das Angebot ziele darauf ab, die im deutschen Übernahmerecht vorgesehene 30-Prozent-Schwelle zu überwinden und "in den kommenden Wochen einen konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern zu fördern", teilte das Institut mit. Es werde erwartet, dass Unicredit eine Beteiligung an der Commerzbank von mehr als 30 Prozent erreichen werde, "ohne die Kontrolle zu erlangen". Die Aktien der Commerzbank sind zuletzt um den beim Tauschangebot errechneten Angebotspreis von rund 30,80 Euro gependelt mit einem Aufschlag von fünf Prozent.

Zweitbester Wert im Leitindex waren Bayer mit einem Plus von gut drei Prozent. Sie profitierten von einer Kaufempfehlung der Bank UBS. Mit Blick auf die Lösung der Glyphosatprobleme sieht Analyst Matthew Weston inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Zudem spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere der Leverkusener. Im Pharmabereich ist Weston optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber.

Die Aktien von Henkel und Beiersdorf hingegen weiteten ihren jüngsten Kursrutsch aus, nachdem sich die US-Bank Morgan Stanley negativ zu den beiden Werten geäußert hatte. Beide Titel büßten zuletzt jeweils rund ein Prozent ein. Im Vergleich zur Konsumbranche überwogen weiter Korrekturrisiken, schrieb Analystin Tilly Eno./la/stk

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