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Teamviewer weiter mit Umsatzrückgang - Aktie reduziert Anfangsverluste 28.07.2026, 10:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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TeamViewer 5,828 EUR -1,02 % Baader Bank

Der Fernwartungssoftwarespezialist Teamviewer DE000A2YN900 hat auch im zweiten Quartal Umsatz eingebüßt. Mit 182,7 Millionen Euro ging der Erlös im Jahresvergleich um 4,1 Prozent zurück, wie das im SDax DE0009653386 notierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Währungsbereinigt seien es nur 1,4 Prozent Rückgang gewesen, hieß es von den Göppingern. Mit dem Umsatz verfehlte Teamviewer die Erwartung der von Bloomberg befragten Experten. Das Unternehmen sprach von vorübergehenden Wachstumsdämpfern. Es gehe aber alles in die richtige Richtung, sagte Chef Oliver Steil in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Die Prognose bestätigte er daher. Die Aktie gab zuerst deutlich nach, fing sich dann aber.

Das Papier reduzierte seine anfangs kräftigen Verluste und notierte zuletzt nahezu auf Vortagesniveau. In diesem Jahr hat der Kurs damit rund 5 Prozent verloren.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging um 6 Prozent auf 78,9 Millionen Euro zurück, was Analysten in etwa auch geschätzt hatten. Unter dem Strich stieg der Gewinn um ein Drittel auf 30,1 Millionen Euro. Hier hatten Währungsaufwendungen ein Jahr zuvor deutlich negativer zu Buche geschlagen.

Teamviewer-Chef Steil will dieses Jahr währungsbereinigt beim Umsatz mindestens auf Vorjahresniveau oder bis zu 3 Prozent darüber landen. Nach sechs Monaten steht hier ein Minus von fast einem Prozent zu Buche. Steil setzt auf eine Trendwende im Geschäft mit größeren Unternehmenskunden (Enterprise-Sparte) beim Zukauf 1E, dem zuvor viele Kunden abhanden gekommen waren. Zudem soll das Produktbündel Teamviewer One bei den lukrativeren Kunden Schub geben. Auch bei den kleinen und mittleren Kunden sieht das Management eine Stabilisierung bei der Kundenabwanderung.

"Auf Guidance-Seite sind wir genauso im Plan, wie wir es brauchen", sagte Steil zum Jahresausblick. Die Nutzung der Kunden von Künstlicher Intelligenz (KI) entwickle sich sehr gut. Der Konzern fange nun auch an, das zunehmend zu Geld zu machen.

Strategisch sieht Steil in der Partnerschaft mit dem US-Softwareservice-Anbieter Servicenow US81762P1021 einen großen Wurf, der sich über die Zeit auszahlen werde. "Darauf haben wir lange hingearbeitet", sagte der Manager. Teamviewer-Produkte stünden nun auf der Preisliste von Servicenow und würden aktiv an deren Kunden verkauft. Servicenow bietet vor allem die Verbesserung von Geschäftsprozessen in Unternehmen an, unter anderem für den IT-Bereich, den Kundenservice und das Personalwesen.

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