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Dax-Talfahrt verlangsamt sich 02.09.2026, 10:33 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die DaxDE0008469008-Korrektur nach dem jüngsten Rekordhoch hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Allerdings fielen die Kursverluste trotz weiter steigender Ölpreise, anhaltend hoher Anleihezinsen und tiefroter Vorgaben von den asiatischen Börsen nicht so deutlich wie zuletzt aus. Er bleibe trotz des kurzfristigen Drucks auf die Kurse positiv für die Aktienmärkte der Eurozone gestimmt, betonte Mark Haefele, der für die Vermögensverwaltung bei der Schweizer Großbank UBS verantwortlich zeichnet.

Über eine Stunde nach Handelsbeginn sank der deutsche Leitindex lediglich um 0,45 Prozent auf 25.854 Punkte. Damit entfernte er sich weiter von der viel beachteten Marke von 26.000 Punkten - das Juli-Zwischenhoch bei 25.900 Punkten gab ihm nur kurzzeitig Halt. Der Index blieb allerdings klar über der für den kurz- bis mittelfristigen Trend wichtigen 50-Tage-Linie, die aktuell bei 25.648 Punkten verläuft. Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen gab am Mittwochvormittag um 1,00 Prozent auf 31.852 Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor nur 0,2 Prozent.

In New York war am Dienstag vor allem die Technologiebörse Nasdaq unter Druck geraten. In Asien wiesen die technologielastigen Indizes wie der japanische Nikkei 225 JP9010C00002 XC0009692440, der südkoreanische Kospi KRD020020008 und der taiwanische Topix am Mittwoch noch deutlichere Verluste aus.

Die USA und der Iran greifen sich weiter gegenseitig an, was die Ölpreise nach oben treibt. Das US-Militär attackierte nach eigenen Angaben in der Nacht Luftabwehrstellungen und Radarsysteme der iranischen Revolutionsgarden sowie Gerät zum Verlegen von Seeminen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Jordanien, Kuwait und Bahrain. Diese Staaten sind mit Washington verbündet und beherbergen US-Militärstützpunkte.

UBS-Experte Haefele hält die europäischen Aktienmärkte dennoch weiter für attraktiv. Da er die Inflationsentwicklung vor allem den steigenden Energiepreisen geschuldet sieht, geht er nicht davon aus, dass die als sicher geltende Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) kommende Woche einen generellen Zinserhöhungszyklus einleitet. Haefele verwies zudem auf die weiter anziehende Wirtschaftsaktivität, die stärkeren Unternehmensgewinne und die vernünftigen Bewertungen als Ausgangspunkt für steigende Aktienkurse.

Am deutschen Markt stach zur Wochenmitte Gea DE0006602006 mit einem Kursrückgang um 2,8 Prozent auf 64,95 Euro heraus. Hier belastete eine Platzierung. Die staatliche Kuwait Investment Authority (KIA) bietet rund fünf Millionen Aktien des Anlagenbauers zu einem Preis von 64,85 bis 65,50 Euro je Anteilsschein an, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Das entspricht einem Abschlag von rund zwei bis drei Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Laut Gea lag die Beteiligung des kuwaitischen Staatsfonds zuletzt bei 10,5 Prozent. Dieser gilt als einer der wichtigsten und langjährigsten Großaktionäre. Die restlichen Anteile befinden sich im Streubesitz.

Die Volkswagen (VW) DE0007664039-Titel büßten ebenfalls 2,8 Prozent ein. Der Autobauer muss den EuroStoxx 50 am 21. September verlassen, wie der Indexanbieter ISS Stoxx am Dienstagabend bekannt gab. Angesichts der Krise der Wolfsburger ist der Aktienkurs seit Jahresbeginn um mehr als ein Viertel gesunken. Überraschend kommt der Abstieg aus dem europäischen Leitindex einem Händler zufolge nicht.

Zudem müssen unter anderem der Flughafenbetreiber Fraport DE0005773303 und der Autozulieferer Aumovio DE000AUM0V10 ihre Plätze im marktbreiten Stoxx Europe 600 EU0009658202 räumen. Während die Fraport-Titel der Nachricht mit einem Plus von 0,8 Prozent trotzten, ging es für Aumovio im schwachen Branchenumfeld EU0009658681 um 2,2 Prozent nach unten.

Derweil zählte die Deutsche Bank DE0005140008 mit einem Kursgewinn von 1,5 Prozent zu den besten Dax-Werten. Die Aktien erreichten zeitweise den höchsten Stand seit Anfang 2014. Chris Hallam von der US-Investmentbank Goldman Sachs hob sein Votum an und rät nun zum Kauf. Er sieht die Frankfurter am Beginn einer "Ära höherer Profitabilität" und betonte zudem die günstige Bewertung.

Bei Adidas DE000A1EWWW0 konnten sich die Anleger über eine Kurserholung in einer ähnlichen Größenordnung freuen. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Sportwarenherstellers mit einer positiven Anlageempfehlung auf. Die neu verantwortliche Analystin Viktoria Petrova sieht insbesondere die Innovationstage der Herzogenauracher am 23. und 24. September als Kurstreiber.

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