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Dax weiter auf Talfahrt - Tief seit Juni 18.11.2025, 10:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine zunehmende Vorsicht der Anleger hat den Dax am Dienstag auf das tiefste Niveau seit Juni zurückgeworfen. Die am Donnerstag erwarteten US-Arbeitsmarktzahlen werfen dabei weiter ihre Schatten voraus - verbunden mit der Sorge, dass die US-Notenbank die Zinsen im Dezember nicht weiter senken wird. Ebenso angespannt sind die Anleger vor dem Quartalsbericht von Nvidia am Mittwochabend. Dieser wird die Zugkraft des Boomthemas Künstliche Intelligenz erneut auf die Probe stellen.

Der Dax sackte am Dienstag im frühen Handel bis auf 23.227 Punkte ab. Gegen Ende der ersten Handelsstunde ließ der Druck dann ein wenig nach. Er notierte mit 23.287 Punkten noch 1,3 Prozent im Minus. Der MDax sank um 1,3 Prozent auf 28.715 Zähler. Der EuroStoxx 50 büßte 1,3 Prozent auf 5.565 Punkte ein.

Auch wenn das Minus kleiner wurde, stand der Dax am Dienstag erstmals seit April wieder unter seiner 200-Tage-Durchschnittslinie, die einen beliebten Indikator für den längerfristigen Trend darstellt. Chartexperte Martin Utschneider vom Broker Robomarkets glaubt, dass deren nachhaltiges Unterschreiten dem übergeordneten, seit Frühling geltenden Seitwärtstrend gefährlich werden könnte.

In der Vorwoche hatte es noch so ausgesehen, als ob eine Jahresendrally möglich ist, die den Dax wieder in Richtung Oktober-Rekord von 24.771 Punkten treiben könnte. Nun versuchen aber immer mehr Anleger, in diesem Jahr erzielte Gewinne zu versilbern. Der deutsche Leitindex liegt in der Jahresbilanz immer noch mit etwa 17 Prozent im Plus - deutlicher als der MDax, der EuroStoxx oder der US-Leitindex Dow Jones Industrial .

Ein Lichtblick waren am Dienstag die Rheinmetall -Aktien, die anlässlich des Kapitalmarkttags um 1,8 Prozent anzogen. In der Spitze standen sie knapp über der 1800-Euro-Marke auf einem Hoch seit vier Wochen. Auf der Investorenveranstaltung hatte der Rüstungskonzern neben Aussagen zum laufenden Jahr auch mittelfristige Ziele für das Jahr 2030 formuliert. Der Umsatz soll dann die 50-Milliarden-Euro-Marke erreichen.

Auf der Gegenseite standen mehrere Kursstürze, die es vor allem im SDax gab. Der Aktienkurs der Verve Group und der von SFC Energy brachen prozentual zweistellig ein.

Bei Verve war der Kursrutsch in der Spitze mehr als 20 Prozent groß, flachte aber zuletzt etwas ab auf unter 13 Prozent. Technische Probleme bei der Umstellung seiner Plattform haben dem in Schweden ansässigen Spezialist für digitale Werbung und Spieleentwicklung auch im dritten Quartal Schwierigkeiten bereitet. Das Unternehmen veröffentlichte eine neue Jahresprognose, die aufgrund einer neuen Umsatzrealisierung schwer vergleichbar ist.

Als zweitgrößter SDax-Verlierer sackten die Titel SFC Energy um fast elf Prozent ab. Der Brennstoffzellenspezialist blickt wegen Verzögerungen bei Rüstungsaufträgen und berücksichtigter Marktunsicherheiten noch etwas pessimistischer auf das Gesamtjahr als bisher. Der Umsatz dürfte nun am unteren Ende der zuletzt anvisierten Spanne landen.

Im MDax gab es hohe Verluste von bis zu 7,7 Prozent bei Fraport , nachdem Goldman Sachs die seit 2022 bestehende Kaufempfehlung wegen überdurchschnittlicher Kursgewinne aufgegeben hat. Analyst Patrick Creuset hob am Dienstag in seiner Neubewertung das Risiko wieder steigender Investitionen des Flughafenbetreibers hervor. Zuletzt dämmten die Aktien ihr Minus etwas auf fünf Prozent ein.

Mit minus vier Prozent wurden die Titel der RTL Group nach der Vorlage von Zahlen zum zweitgrößten MDax-Verlierer. Der Medienkonzern senkte seinen Jahresausblick wegen der anhaltenden TV-Werbeflaute. Im dritten Quartal sei der erzielte Umsatz derweil etwas niedriger ausgefallen als vom Analystenkonsens gedacht, merkte die Expertin Annick Maas von Bernstein Research an./tih/mis

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