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Etwas schwächer - Iran-Krieg bleibt im Fokus 11.05.2026, 09:56 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Ein weiterhin ausgebliebener Durchbruch in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hat den deutschen Aktienmarkt am Montag leicht belastet. Die Ölpreise stiegen erneut. Im Blick steht außerdem der China-Besuch von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche. Dabei soll es zwar hauptsächlich um die Beilegung des Handelsstreits der zwei weltweit größten Volkswirtschaften gehen, am Markt erhofft man sich aber auch positive Impulse in Sachen Iran-Krieg.

Der Dax DE0008469008 sank nach einem stabilen Start im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 24.275 Punkte, nachdem er angesichts von Entspannungssignalen in der Woche zuvor bei rund 25.150 Punkten noch den höchsten Stand seit Kriegsbeginn Ende Februar erreicht hatte. Bis Freitag jedoch hatte der deutsche Leitindex die Gewinne dann fast komplett wieder abgegeben.

Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten gab am Montag nach einem zunächst freundlichen Start um 0,4 Prozent auf 31.052 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 verlor 0,2 Prozent auf 5.902 Punkte.

Eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg zeichnet sich derzeit nicht ab. Vielmehr scheint sich die Situation wieder mehr zuzuspitzen, denn US-Präsident Trump bezeichnete die jüngste Antwort des Iran auf den von den USA vorgelegten Friedensvorschlag als "völlig inakzeptabel". Er reagierte mit weiteren Drohungen gegen die Islamische Republik, während sich die Führung dort davon unbeeindruckt gab und ihrerseits Forderungen stellte. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will den Krieg außerdem so lange fortführen, bis wichtige Fragen zum iranischen Atomprogramm geklärt sind.

Laut Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank tun Anleger gut daran "den nach wie vor ungelösten Nahostkonflikt nicht vorzeitig abzuschreiben". Nach wie vor sei unklar, wie die auf beiden Seiten bestehenden Maximalforderungen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden sollten. "Nun hoffen Anleger, dass der Besuch von US-Präsident Trump in China Bewegung in den zuletzt festgefahrenen diplomatischen Prozess bringen könnte."

Mit Blick auf die sich dem Ende zuneigende Berichtssaison rückten im Dax Hannover Rück DE0008402215 sowie Gea DE0006602006 mit Quartalszahlen in den Blick, wobei die Gea-Aktie mit einem Minus von 4,5 Prozent negativ herausragten. Laut JPMorgan schnitt der Anlagenbauer zwar weitgehend wie erwartet ab, bemängelte wurde jedoch der freie Barmittelfluss. Hannover Rück verloren 2,4 Prozent und litten Analysten zufolge insbesondere unter einer schwachen Entwicklung im Schaden-Unfall-Rückversicherungsgeschäft.

Im MDax büßten TKMS DE000TKMS001 trotz insgesamt überwiegend erfreulicher Quartalszahlen des Marineschiffbauers 1,1 Prozent ein. Damit schlossen sie sich dem allgemeinen Trend der Rüstungsbranche an diesem Tag an.

Die Papiere des Düngerhersteller K+S DE000KSAG888 gaben nach detaillierten Zahlen um 2,8 Prozent nach, womit das bisherige Jahresplus auf etwas mehr als 20 Prozent zusammenschrumpfte.

Ein mit Aufpreis erfolgter Verkauf eines fünfprozentigen Anteils an Delivery Hero DE000A2E4K43 an den Investmentfonds Aspex durch Großaktionär Prosus NL0013654783 ließ die Aktie des Essenslieferanten um 5,1 Prozent steigen. Der Verkaufspreis lag zehn Prozent über dem Schlusskurs am Freitag.

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