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Zollsorgen werfen Dax zurück 19.01.2026, 09:57 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die runde Marke von 25.000 Punkten gerät im Dax am Montag wieder ins Wanken. Schuld sind Zollsorgen im Streit um Grönland, die den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenstart verhageln. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent.

Der deutsche Leitindex Dax sank daraufhin in den ersten Handelsminuten um bis zu 1,5 Prozent auf rund 24.919 Punkte. Zuletzt schmolz das Minus etwas ab auf rund 0,9 Prozent bei 25.064 Punkten. Für die Vorwoche insgesamt hatte der Dax nur ein kleines Plus behauptet, nachdem er zwischenzeitlich mit einer Bestmarke von 25.507 Punkten an seine Rekordrally vom Jahresauftakt angeknüpft hatte.

Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte lag am Montag mit 0,8 Prozent im Minus bei 31.648 Punkten, während der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 1,1 Prozent verlor. Er hatte in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt.

Die US-Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische Nato-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen EU-Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.

"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Maßnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.

Das Risiko weiterer Importzölle der USA auf Einfuhren europäischer Nato-Staaten belastet vor allem die Kurse deutscher Automobilhersteller. Aktien von BMW , Volkswagen und Mercedes sanken durchweg um mehr als drei Prozent. Auch Technologiewerte waren schwach.

Deutliche Kursgewinne gab es mit fast 8 Prozent gegen den schwachen Markttrend hingegen bei Bayer nach guten Nachrichten aus den USA. Worauf die Anleger spätestens seit Anfang Dezember 2025 gehofft haben, ist eingetreten: Der Oberste Gerichtshof der USA hat am späten Freitagabend den Glyphosat-Fall "Durnell" zur Prüfung angenommen. Damit steigen die Aussichten auf ein Grundsatzurteil im jahrelangen, belastenden Rechtsstreit um den Unkrautvernichter.

Anfang Dezember hatte der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung des "Durnell"-Falls durch den US Supreme Court unterstützt. Damals kletterten die Aktien erstmals seit Anfang 2024 wieder über 35 Euro. Seither bauten sie ihre Erholungsrally um weitere 27 Prozent aus, die Bodenbildung nach jahrelangem Kursrutsch wird immer stabiler.

Auch den Rüstungswerten wie Rheinmetall , Renk und Hensoldt hilft die geopolitische Unsicherheit, während der europäische Autosektor ob der Zollsorgen zeitweise auf das tiefste Niveau seit Oktober 2025 absackte.

Im Nebenwertebereich erholten sich Gerresheimer nach einer Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF um bis zu 3,6 Prozent. Der Finanzchef des Spezialverpackungs-Herstellers, Wolf Lehmann, habe auf eine Investorenkonferenz die Stabilisierung einiger Belastungsfaktoren des Vorjahrs signalisiert, schrieb der Experte Oliver Metzger. Das Schlimmste sei für den Spezialverpackungs-Hersteller also wohl vorüber. Gleichzeitig bleibe der grundsätzliche Wachstumstrend im Pharmabereich voll intakt./ag/jha/

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