ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Dax setzt wieder zurück - Richtungssuche 25.09.2025, 18:23 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 23.906,52 PKT -1,76 % Ariva Indikation

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den leichten Gewinnen am Vortag hat der Dax am Donnerstag wieder den Rückwärtsgang eingelegt. Als Belastung für die hiesigen Börsen erwiesen sich zeitweise vor allem die Kursverluste bei Schwergewicht SAP und Aktien aus der Siemens -Familie. Auch Werte aus der Medizintechnik standen unter Druck. Nach dem Auftakt an den US-Börsen konnte der deutsche Leitindex Dax ab dem Nachmittag seine Verluste aber deutlich reduzieren.

Das Börsenbarometer schloss letztlich am Abend mit 0,56 Prozent im Minus bei 23.534,83 Punkten. Damit beendete der Dax den Handel rund 150 Zähler über seinem Tagestief. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor 0,91 Prozent auf 30.034,59 Punkte.

Seit nun schon rund einem Monat ist der Dax auf Richtungssuche. Laut Börsenkennern blieben am Donnerstag viele Anleger auch in Haltestellung, da in den USA vor dem Wochenende wichtige Inflationsdaten erwartet werden. Marktbeobachter Andreas Lipkow sprach deshalb von einem eher dünnen Handelsvolumen.

"Die Richtungssuche geht weiter", konstatierte derweil Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners. Solange nicht klar sei, wohin die Reise gehe, hielten sich Käufer und Verkäufer zurück. Auch in den USA notierten die wichtigsten Indizes leicht im Minus.

Zum europäischen Handelsschluss notierte der Dow Jones Industrial 0,17 Prozent tiefer. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,36 Prozent leichter bei 5.444,89 Punkten. Der britische FTSE 100 gab ähnlich nach, während der Schweizer SMI um 0,86 Prozent sank.

Hierzulande gingen die Aktien des mit Abstand wertvollsten deutschen Börsentitels SAP um 1,2 Prozent geschwächt aus dem Handel, nachdem sie im Tagesverlauf um bis zu 2,6 Prozent eingebüßt hatten. Die EU-Kommission leitete Ermittlungen wegen möglicher wettbewerbswidriger Praktiken gegen den im Dax notierten Softwarekonzern ein. Die Walldorfer stehen im Verdacht, den Wettbewerb bei Wartungs- und Service-Dienstleistungen verzerrt zu haben, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

Die Papiere des Technologiekonzerns Siemens dämmten ebenfalls bis zum Abends ihre Verluste ein, hier stand zuletzt noch ein Minus von 1,1 Prozent zu Buche. Die Anteile an der ehemaligen Konzerntochter Siemens Energy verloren 1,5 Prozent - Marktakteure sprachen von Gewinnmitnahmen nach einem guten Lauf der Aktien des Energietechnik-Konzerns.

Medizintechnikspezialist Siemens Healthineers litt indes unter Zollsorgen, die Papiere gaben am Dax-Ende um fast 3,5 Prozent nach. Verwiesen wurde auf eine Mitteilung des US-Handelsministeriums, wonach seit Anfang September höhere Abgaben auf Importe bestimmter Medizinprodukte geprüft werden.

Dies setzte den gesamten Medizintechniksektor unter Druck. So verbuchten Qiagen , Fresenius und Fresenius Medical Care Verluste von bis zu 2,3 Prozent. Carl Zeiss Meditec sackten als MDax-Schlusslicht um rund 6,6 Prozent ab, und Sartorius verloren 3,4 Prozent.

Auch Merck standen mit der Branche unter Druck, dort sorgte die Bestellung von Kai Beckmann zum Nachfolger der amtierenden Chefin Belen Garijo ab Mai 2026 im Tagesverlauf aber für etwas Erleichterung. Die Papiere schlossen 1,8 Prozent tiefer.

Deutlichere Kursverluste mussten auch Bauwerte hinnehmen: Hochtief , Bilfinger und Heidelberg Materials verloren bis zu vier Prozent. An der Dax-Spitze standen Eon mit plus 1,4 Prozent.

Im MDax belegten Aktien des Großküchenausstatters Rational mit plus 2,4 Prozent den ersten Platz, im Verlauf hatten sie das höchste Niveau seit Anfang August erreicht. Auslöser war eine Hochstufung um gleich zwei Schritte, die französische Investmentbank Exane BNP drehte so ihr Votum ins Positive.

Evonik -Papiere gaben hingegen nach einer gekappten Jahresprognose durch den Chemiekonzern um 1,5 Prozent nach. Laut Jefferies-Analyst Chris Counihan ist die erhoffte Sommererholung ausgeblieben.

Auch KWS Saat machen schwache Geschäfte zu schaffen. Der Saatguthersteller verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen sinkender Anbauflächen im Tagesgeschäft einen deutlichen Ergebnisrückgang. Laut Experte Konstantin Wiechert von der Baader Bank hat der Konzern die Erwartungen klar verfehlt. Die KWS-Aktie rutschte als einer der schwächeren Werte im SDax um 3,1 Prozent ab./tav/men

--- Von Tanja Vedder, dpa-AFX ---

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 10,92
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 43,77
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GW6G3J GP5MDX. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer