Gewinne der Dax-Konzerne steigen trotz Umsatzflaute 16.05.2026, 08:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Siemens 258,58 EUR -0,02 % Lang & Schwarz
Allianz 374,75 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Münchener Rück 474,25 EUR +0,03 % Lang & Schwarz
Deutsche Telekom 27,60 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
E.ON 17,86 EUR -0,01 % Lang & Schwarz

Trotz eines Umsatzrückgangs haben die 40 Dax DE0008469008-Konzerne im ersten Quartal dieses Jahres insgesamt ihren Gewinn gesteigert. Während die Erlöse im Schnitt um 3,7 Prozent zurückgingen, stiegen die Gewinne vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,4 Prozent, wie aus einer Analyse des Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Treiber war vor allem die Finanzbranche mit einem rekordträchtigen Gewinnplus von 15,9 Prozent, während die Industriewerte nur 0,5 Prozent Gewinnsteigerung berichteten.

Die höchsten Quartalsgewinne verzeichneten die Deutsche Telekom DE0005557508 (5,8 Mrd Euro), die Allianz DE0008404005 (4,5 Mrd Euro) und Eon DE000ENAG999 (3,9 Mrd Euro). Einen Quartalsverlust berichteten in der Top-Liga der deutschen Aktiengesellschaften lediglich Zalando DE000ZAL1111 und die Porsche Automobil Holding. Besonders starkes Gewinnwachstum schafften Eon, Siemens DE0007236101 Energy und der Rückversicherer Munich Re DE0008430026. Sämtliche Autohersteller im Dax mussten Gewinnrückgänge hinnehmen.

Zwei Welten im Dax

Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY, spricht von einem Fehlstart ins neue Jahr, bei dem sich allerdings bei genauerem Hinsehen ein heterogenes Bild ergebe. "Denn trotz Konjunkturflaute glänzt die Finanzbranche mit sehr guten Zahlen, sie profitiert vom anhaltend hohen Zinsniveau, günstigen Schadenverläufen bei den Versicherungen und der hohen Marktvolatilität."

Bei schwacher Weltkonjunktur sorge die schwierige geopolitische und handelspolitische Lage für teils massive Belastungen und Einbußen bei vielen klassischen Industrieunternehmen. EY-Manager Jan Brorhilker warnt vor strukturellen Problemen: "Das bisherige Geschäftsmodell des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland funktioniert nicht mehr." China trete als aggressiver Wettbewerber auf, während die Kosten in Deutschland zu hoch seien.

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