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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Fed-Chef Warsh hievt Dax auf weitere Bestmarke 28.08.2026, 18:01 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MDAX 32.995,07 PKT +0,11 % TTMzero RT
DAX 26.522,00 PKT +0,59 % Lang & Schwarz

Die Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh hat den Dax DE0008469008 am Freitag auf ein Rekordhoch getrieben. In der Spitze stieg der deutsche Leitindex bis auf 26.618,74 Punkte und überbot so seine vor zwei Wochen erreichte ehemalige Bestmarke bei 26.573,50 Zählern. Letztlich ging der Dax 0,77 Prozent höher mit 26.569,99 Punkten aus dem Handel. Damit erzielte er ein Wochenplus von mehr als anderthalb Prozent. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Unternehmen gewann vor dem Wochenende 0,25 Prozent auf 33.029,91 Punkte.

Fed-Chef Warsh habe auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming an Glaubwürdigkeit gewonnen, wenn es um die Bekämpfung der hohen Inflation geht, kommentierten die Experten des Analysehauses Capital Economics. Warsh signalisierte die Bereitschaft zu einer Zinserhöhung der Fed. Die Mehrheit der Anleger erwartet nun steigende Zinsen bereits im September.

"Die Anleger spielen nach wie vor nach ihren eigenen Spielregeln und rechnen derzeit Chancen gegen Risiken auf", stellte CapTrader-Marktanalyst Timo Emden fest. Warshs Fingerzeig auf die Inflationsrisiken hätten die Marktteilnehmer zwar nicht ignoriert, aber offenbar als beherrschbar eingestuft. "Das Glas auf dem Frankfurter Börsenparkett ist nach wie vor halb voll und nicht halb leer", ergänzte Emden.

Bereits zuvor hatten die Quartalszahlen großer US-Technologieunternehmen wie Nvidia US67066G1040 und Salesforce US79466L3024 die Märkte angetrieben. Weiter sinkende Ölpreise besserten die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zusätzlich. "Die Gespräche zwischen Iran und Oman machen Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus", schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Die Börsenampel bleibt auf Grün."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 kletterte um 0,95 Prozent auf 6.485,67 Punkte nach oben. Außerhalb der Eurozone schlossen die Leitindizes in London GB0001383545 und Zürich CH0009980894 leicht höher. In New York bewegten sich der Dow Jones Industrial US2605661048 und der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 zum europäischen Handelsschluss kaum.

Autowerte waren vor dem Wochenende am deutschen Aktienmarkt besonders gefragt. An der Dax-Spitze gewannen die Anteile von BMW DE0005190003 4,5 Prozent und profitierten von einer positiveren Haltung der Citigroup. Volkswagen DE0007664039 und Mercedes-Benz DE0007100000 gewannen jeweils rund drei Prozent.

Auch andere Zykliker konnten bei den Anlegern punkten. Im Dax gehörten der Chemiekonzern BASF DE000BASF111 und der Chemikalienhändler Brenntag DE000A1DAHH0 zu den größten Gewinnern. Im MDax spiegelte sich die Sektorenpräferenz mit kräftigen Kursgewinnen für Lanxess DE0005470405 und Wacker Chemie DE000WCH8881 wider.

Die Aktien von Siemens DE0007236101 erreichten sogar ein Rekordhoch und stiegen schlussendlich um ein Prozent. Damit erholte sich der Technologiekonzern endgültig von den zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen nach den Quartalszahlen Anfang des Monats.

Weiter auf Rallykurs befanden sich die Aktien von Deutz DE0006305006, die am Freitag auf den höchsten Stand seit 1998 kletterten und letztlich um vier Prozent anzogen. Die Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) ist für den Kölner Motorenbauer, der sich damit stärker im Rüstungsgeschäft engagiert, derzeit der stärkste Treiber.

Die Papiere von Traton DE000TRAT0N7 verloren dagegen 1,4 Prozent, nachdem die Schweizer Bank UBS sie nach starkem Lauf von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hatte. Das Margenziel des Nutzfahrzeugherstellers sei zwar konservativ gesetzt und könnte noch etwas steigen, der Marktkonsens habe sich aber wohl bereits darauf eingestellt, hieß es von den Analysten.

Die Titel des Software-Unternehmens Nemetschek DE0006452907 gaben nach dem Vortagsplus von fast 10 Prozent um 0,9 Prozent nach. Händler verwiesen auf einen schwächeren Cashflow-Ausblick des US-Wettbewerbers Autodesk US0527691069 als kleine Belastung.

Der jüngsten Erholung des Aktienkurses von Redcare Pharmacy NL0012044747 versetzte eine Personalie einen Dämpfer. Olaf Heinrich entschied sich nach drei Jahren an der Unternehmensspitze zum Rückzug. Als Nachfolger ist Peter Schmid von Linstow vorgesehen, der seit April 2026 bereits Mitglied im Aufsichtsrat ist. Die Redcare-Anteile büßten als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax DE0009653386 5,9 Prozent ein./niw/he

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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