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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss

Verluste - Dax weiter von Ölpreisen bewegt 23.09.2026, 18:05 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
MDAX 31.160,39 PKT -1,55 % Ariva Indikation
DAX 25.361,40 PKT -1,29 % Ariva Indikation

Nach mehreren Tagen des Rückgangs haben die wieder anziehenden Ölpreise am Mittwoch am deutschen Aktienmarkt die Stimmung getrübt. Mit seinem Schlussstand von 25.410,63 Punkten verlor der Leitindex Dax DE0008469008 0,66 Prozent an Wert. Tags zuvor hatte sich die 50-Tage-Durchschnittslinie, die den mittelfristigen Trend beschreibt, als zu hohe Hürde erwiesen. Der MDax DE0008467416 gab zur Wochenmitte um ein Prozent auf 31.215,77 Zähler nach.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist weiterhin ein bestimmender Unsicherheitsfaktor, weshalb die Lage auf dem Rohölmarkt angespannt bleibt. In der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus, die vom Iran im Konflikt mit den USA blockiert wird, ist offenbar erneut ein Frachtschiff unter Beschuss geraten.

Anleger hoffen weiterhin, dass sich die USA und der Iran am Rande der UN-Generalversammlung in New York einer Beendigung ihres Konflikts annähern. Ein iranischer Parlamentsabgeordneter hält ein direktes Treffen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian für wahrscheinlich.

In Handels- und Wirtschaftsfragen werden die Blicke außerdem auf das Gipfeltreffen von Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping gerichtet. Mikko Huotari, Direktor des China-Instituts Merics, dämpfte bereits die Erwartungen an den Gipfel. "Xi braucht in Washington keinen Durchbruch. Er braucht mehr Zeit - und dasselbe gilt für Washington", sagte Huotari. Im Mittelpunkt dürfte deshalb stehen, eine neue Eskalation zu vermeiden. Besonders dringend ist das beim Handel, aber auch in der Frage nach dem Ausbautempo künstlicher Intelligenz.

Der September macht seinem Ruf als schlechter Börsenmonat bislang alle Ehre, denn der Dax hat in diesem Monat aktuell mehr als drei Prozent an Wert verloren. Laut den Experten der österreichischen Raiffeisenbank kann man aber dennoch von einer gewissen Widerstandskraft reden, denn mit gestiegenen Anleiherenditen, hartnäckig hohen Inflationsraten, Erwartungen weiterer Zinserhöhungen sowie dem andauernden Krieg im Nahen Osten gebe es genug Themen, die den Märkten eigentlich zu schaffen machten.

Unter den Einzelwerten hierzulande spielte die Musik vor allem im Nebenwerteindex SDax DE0009653386. So trieb ein anstehender Großauftrag die Aktien von LPKF DE0006450000 um zehn Prozent in die Höhe. Aus Asien hat der Laserspezialist eine Absichtserklärung zum Kauf von sogenannten Nexar-LIDE-Glasbearbeitungssystemen erhalten. Mit dem Auftrag profitiert LPKF auch vom KI-Boom.

Die Anteilsscheine des IT-Sicherheitsunternehmens Secunet DE0007276503 sprangen aus ähnlichen Gründen sogar um 15,6 Prozent nach oben. Händler verwiesen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die Bundesregierung die Kommunikationsnetze der Bundeswehr mit neuer Verschlüsselungstechnik modernisieren will. In dem Artikel ist die Rede von einem Rahmenvertrag, der an Secunet gehen soll.

Als Schlusslicht im SDax sackten die Aktien von KWS Saat DE0007074007 um neun Prozent ab. Der Umsatz und das operative Ergebnis des Saatgutherstellers blieben im Geschäftsjahr hinter den Analystenschätzungen zurück. Ein Händler erklärte, dass nach zuletzt gutem Lauf auch der Ausblick für eine bessere Stimmung nicht reiche. Zeitweise löschten die Aktien ihre Kursgewinne seit Anfang Juli aus.

Im MDax DE0008467416 stand Siltronic DE000WAF3001 mit einem Rückschlag um sieben Prozent im Blick. Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie DE000WCH8881 hatte seinen Anteil an dem Waferhersteller weiter reduziert. Die Aktien bewegten sich damit auch in einem Umfeld allgemein wieder nachgebender Kurse im Chipsektor. Demgegenüber legten die Anteilsscheine von Wacker Chemie um fast zwei Prozent zu.

Auf europäischer Bühne fiel der EuroStoxx EU0009658145 am Ende um 0,39 Prozent auf 6.299,82 Punkte. Außerhalb der Eurozone waren die Verluste an wichtigen europäischen Leitbörsen etwas geringer: Der Schweizer SMI CH0009980894 gab um 0,2 Prozent nach, während der Londoner FTSE 100 GB0001383545 nur knapp unter seinem Vortagsniveau aus dem Handel ging.

In New York bewegte sich der Dow Jones Industrial US2605661048 zuletzt mit 0,6 Prozent im Minus. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 quittierte seinen Vortagsrekord mit einem Rückschlag um 0,9 Prozent./tih/nas

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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