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Axa will Gewinn mit KI deutlich steigern - Aktie gibt nach 15.09.2026, 10:49 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der französische Versicherer Axa FR0000120628 will seinen Gewinn in den kommenden Jahren stärker nach oben treiben als zuletzt geplant. Dazu setzt Konzernchef Thomas Buberl auch auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und will die Verwaltungskosten damit deutlich senken. Höhere Gewinne, Dividenden und Aktienrückkäufe sind dem Management wichtiger als mögliche Übernahmen, wie Axa am Dienstag vor einer Investorenveranstaltung in Paris mitteilte. Anleger an der Börse zeigten sich von den Neuigkeiten jedoch wenig beeindruckt.

Die Axa-Aktie verlor am Vormittag rund ein Prozent und lag damit im Mittelfeld des Eurozonen-Index EuroStoxx 50 EU0009658145. Damit wurde sie noch rund sechs Prozent teurer gehandelt als zum Jahreswechsel.

Das Management setzt sich für die nächsten Jahre ehrgeizigere Ziele als zuletzt. So soll der bereinigte Gewinn je Aktie in der Zeit von 2026 bis 2029 im Jahresschnitt um sieben bis neun Prozent wachsen. Das ist jeweils ein Prozentpunkt mehr als im bisherigen Mittelfristplan.

Für das laufende Jahr nimmt sich Buberl einen bereinigten Überschuss von etwa 8,6 Milliarden Euro vor. Bis 2029 sollen es dann mehr als zehn Milliarden Euro werden, erklärte Axa-Finanzchef Alban de Mailly Nesle.

Um dies zu erreichen, will die Konzernspitze das Geschäft mit Sparprodukten und Altersvorsorge ausbauen und mehr Verträge im Direktvertrieb verkaufen. Zudem will Axa erschwingliche Versicherungsprodukte für ärmere Verbraucher in Europa anbieten und in Schwellenländern Kunden in der wachsenden Mittelschicht umwerben.

Dazu dreht das Management im Konzern an der Kostenschraube: So sollen die Verwaltungs- und Vertriebskosten einen geringeren Teil der Einnahmen aufzehren. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz auf allen Ebenen soll bis 2029 finanzielle Vorteile von 500 bis 700 Millionen Euro erreichen.

Auf diese Weise soll auch die bereinigte Rendite auf das Eigenkapital des Konzerns weiter wachsen - und zwar auf durchschnittlich 15 bis 17 Prozent in den Jahren von 2027 bis 2029. Auch hier liegt die Zielspanne an beiden Enden einen Prozentpunkt höher als bislang. Zudem will Axa in dieser Zeit weiterhin 75 Prozent des Gewinns in Dividenden und den Rückkauf eigener Aktien stecken.

Branchenexperte Farooq Hanif von der US-Bank JPMorgan zeigte sich von den neuen Zielen des Managements kaum überrascht. Das höhere Gewinnsteigerungstempo decke sich mit seiner Erwartung, schrieb er am Morgen. Axa lege aber größeres Augenmerk auf Geschäftswachstum, besonders in der Lebensversicherung.

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