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BMW verdient wegen Zöllen und China weniger - Prognose steht 31.07.2025, 10:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW hat im zweiten Quartal die Auswirkungen der US-Zölle und des schwachen China-Geschäfts zu spüren bekommen. Umsatz und vor allem der Gewinn gingen deutlich zurück. Immerhin konnte Unternehmenschef Oliver Zipse an der Jahresprognose festhalten - die anderen deutschen Autobauer hatten ihren Ausblick angesichts des Zollkompromisses der EU mit den USA teils deutlich kappen müssen. Die Münchener hatten bereits einen Großteil der bisherigen Zölle einkalkuliert und auch mit einer Erleichterung gegenüber den zwischenzeitlich deutlich hochgeschnellten Einfuhrabgaben in die USA gerechnet. Die Aktie gab am Donnerstag in einem freundlichen Marktumfeld nach.

Das Papier verlor kurz nach Handelsbeginn bis zu zwei Prozent, konnte das Minus aber schnell auf rund ein halbes Prozent reduzieren. Damit war die Aktie im frühen Handel aber immer noch einer der schwächsten Dax-Titel. Es hat sich in diesem Jahr mit einem Plus von bisher rund 6 Prozent besser entwickelt als die direkte Konkurrenz, bei Erzrivale Mercedes-Benz und vor allem bei der VW-Tochter Porsche AG stehen Kursverluste zu Buche. Die Volkswagen-Vorzugsaktie liegt hingegen mit BMW gleichauf.

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von einem soliden Quartal des bayerischen Autobauers. Die bestätigten Ziele für die operative Auto-Marge sowie für den freien Finanzmittelzufluss deuteten auf eine gewisse Stabilisierung der Geschäfte in China. Zudem sollte der Konzern ab dem zweiten Halbjahr von sinkenden Investitionen profitieren. Philippe Houchois vom Investmenthaus Jefferies lobte die Entwicklung des freien Finanzmittel ebenfalls.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sank im Jahresvergleich um 31 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro, wie BMW mitteilte. In der Autosparte sackte die operative Gewinnmarge um 3 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent ab. Analysten hatten sich im Schnitt mit 5,5 Prozent etwas mehr ausgerechnet. Im Gesamtjahr erwartet BMW weiter eine Bandbreite von 5 bis 7 Prozent. Darin sind Belastungen durch Zölle in Höhe von rund 1,25 Prozentpunkten enthalten.

Der Konzernüberschuss rutschte im zweiten Jahresviertel um rund 32 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro ab. Der Umsatz lag bei 33,9 Milliarden Euro und damit gut acht Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, vor allem weil in China die Nachfrage schwach blieb.

Den freien Finanzmittelzufluss in der Autosparte konnte BMW im zweiten Quartal hingegen auf 1,93 Milliarden Euro fast verdoppeln. Analysten hatten im Schnitt nicht mit einer Steigerung gerechnet. Auf Jahr gesehen strebt Finanzchef Walter Mertl weiter einen Mittelzufluss von mehr als 5 Milliarden Euro an. Der Free Cashflow ist für Anleger wichtig, weil er die aktuelle Finanzkraft beschreibt und einen Hinweis auf mögliche Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe geben kann.

Im zweiten Quartal kosteten die Zölle den Konzern rund 2 Prozentpunkte der operativen Marge im Autogeschäft, wie Mertl in einer Telefonkonferenz sagte. Rechnerisch wären das fast 600 Millionen Euro. Hinzu kamen Belastungen gegenüber dem Vorjahr von rund 300 Millionen Euro, weil der Konzern nicht mehr so hohe Verkaufspreise durchsetzen konnte - vor allem das Umfeld in China lastet auf den Resultaten. Die Belastung aus den Preisen sei aber nicht mehr so hoch gewesen wie im ersten Quartal, sagte Mertl. Da waren es noch rund 900 Millionen Euro.

Der starke Wettbewerbsdruck insbesondere in der Volksrepublik halte an, sagte der Finanzchef. Im zweiten Halbjahr rechnet das Unternehmen zudem mit negativen Effekten aus Währungen und Rohstoffen, diese gestalteten sich in den ersten sechs Monaten noch neutral.

Im zweiten Quartal verkaufte BMW wie bereits bekannt in etwa so viele Autos wie ein Jahr zuvor. Das war vor allem dem Heimatmarkt Europa zu vderdanken, in China hingegen waren es 14 Prozent weniger. Für alle Premiumautobauer ist das Umfeld dort schwierig, weil bei wohlhabenden Kunden infolge einer Immobilienkrise im Land das Geld nicht mehr so locker sitzt.

BMW ist gleich mehrfach von erhöhten Zöllen betroffen. Früher wurden in die USA eingeführte Autos aus der EU mit 2,5 Prozent bezollt. Zudem gab es die Möglichkeit, den US-Markt unter bestimmten Bedingungen zollfrei aus Mexiko zu beliefern. Nun muss BMW für den Import aus der EU in die USA 15 Prozent Zoll zahlen. Für die Einfuhr von Elektroautos der Marke Mini aus China in die EU werden Zölle in Höhe von 31 Prozent fällig.

Auf der anderen Seite ist BMW auch ein großer Exporteur aus den USA heraus: Dort im Werk in Spartanburg werden SUV-Modelle der X-Baureihe gefertigt. Diese Autos kann BMW nun nach dem EU-USA-Zollkompromiss zollfrei in die EU einführen - wenn alles bei den bisher vereinbarten Regelungen bleibt./men/zb/mis

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