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BVB siegt in Köln - FC-Ärger auf Schiedsrichter 08.03.2026, 08:43 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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KÖLN (dpa-AFX) - Die Dortmunder Profis feierten vor ihren Fans erleichtert den am Ende erzitterten Sieg. Beim 1. FC Köln richtete sich die Wut über die 1:2 (0:1)-Niederlage in Unterzahl gegen den Schiedsrichter. Weil Daniel Siebert in der Nachspielzeit keinen Handspiel-Elfmeter für die Gastgeber pfiff, obwohl der Dortmunder Yan Couto im eigenen Strafraum den Ball nach einer Flanke mit ausgestrecktem Arm berührt hatte, frustrierte die Kölner extrem.

"Das ist eine klare Vereitelung einer Torchance. Dass man das nicht sieht - dafür habe ich überhaupt kein Verständnis", sagte Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler bei Sky. FC-Torhüter Martin Schwäbe erging es ähnlich: "Ich kann es nicht nachvollziehen, wo man die Messlatte zieht." BVB-Geschäftsführer Lars Ricken meinte: "Das hätte man durchaus pfeifen können."

Kölns Trainer Lukas Kwasniok, der nach dem fünften sieglosen Spiel am Stück noch stärker unter Druck geraten ist, sprang nach Ansicht der Videobilder wie wild auf und ab an der Seitenlinie. "Ich verstehe ihn voll und ganz, dass er stocksauer ist", sagte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus als Sky-Experte: "Hellrote Karte in den Kölner Keller!"

Rot für Simpson-Pusey

Beim abstiegsbedrohten Bundesliga-Aufsteiger schossen Serhou Guirassy (16. Minute) und Maximilian Beier (60.) die Tore für den Tabellenzweiten aus Dortmund. Bei den Rheinländern hatte Jamai Simpson-Pusey wegen groben Foulspiels in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Rote Karte (45.+2) gesehen. Köln kämpfte aber und kam durch Jakub Kaminski (88.) immerhin zum Anschlusstreffer.

Durch den Sieg wahrten die Dortmunder ihren Vorsprung von sechs Punkten auf den Dritten Hoffenheim. Für die Kölner wird die Lage nach dem fünften sieglosen Spiel am Stück dagegen immer bedrohlicher. Der Vorsprung von zwei Zählern auf die Abstiegsregion könnte am Sonntag komplett aufgebraucht sein. In den kommenden Spielen beim Hamburger SV und im Derby gegen Borussia Mönchengladbach gegen direkte Konkurrenten müssen Punkte her - wohl auch, um den Job von Kwasniok zu retten.

Nach der jüngsten 0:2-Enttäuschung gegen den FC Augsburg hatten die Kölner Bosse dem Trainer zwar den Rücken gestärkt. Dennoch hatte es in den Tagen vor dem Spiel gegen den BVB Berichte über ein angebliches Ultimatum gegeben, das Kwasniok indes dementierte. Dass der FC dringend mal wieder gewinnen muss, war indes auch dem 44-Jährigen klar.

Engagement bei den Kölner stimmte

Tatsächlich begann sein Team forsch und hatte zumindest zu Beginn mehr Ballbesitz als der Tabellenzweite, bei dem die Anspannung nach dem 2:3 im Spitzenspiel gegen den FC Bayern und der damit wohl verspielten Meisterschaft zu fehlen schien. Der BVB quälte sicher eher durch die Partie, als Freude am Spiel zu haben. Die Kölner machten das Spiel, aber Dortmund ging in Führung.

Es war der frühere FC-Stürmer Guirassy, der den Kollektivschlaf der Kölner Abwehr ausnutze. Nach einer Ecke beförderte Maximilian Beier den Ball wieder im Bogen in den Kölner Strafraum, wo Guirassy schnell schaltete und den Ball mit der Sohle vorbei an FC-Keeper Marvin Schwäbe ins Netz drückte. Für den Angreifer war es der zwölfte Saisontreffer und bereits der siebte in der Rückserie.

Wegen des Fastenmonats Ramadan hatte Dortmunds Chefcoach Niko Kovac gegen die Bayern noch auf die Moslems Guirassy und Ramy Bensebaini in der Startelf verzichtet. In Köln durften beide dann aber wieder von Beginn an ran.

Übler Tritt von Simpson-Pusey bringt Platzverweis

Nach der Führung übernahmen die Westfalen langsam die Spielkontrolle, ohne dabei zu glänzen. Die Kölner schwächten sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit selbst. Winter-Zugang Simpson-Pusey trat Beier von hinten grob und ohne Aussicht auf den Ball in die Achillessehne. Die Gelbe Karte revidierte Schiedsrichter Daniel Siebert nach Ansicht der Videobilder zum Unmut des Kölner Publikums und zückte Rot.

In Unterzahl stemmten sich die Rheinländer zwar gegen die Niederlage, waren aber zu harmlos. Die Dortmunder taten nicht mehr als nötig, um den Sieg zu sichern. Nach einer Stunde spielte sich Beier im Doppelpass mit Julian Brandt frei und traf zum 2:0. Durch Kaminskis Anschlusstreffer wurden die Schlussminuten nochmal spannend./lap/DP/mis

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