Anzeige
+++Antimon wieder im Fokus: ATMY erreicht Allzeithoch – Verteidigungsnachfrage treibt den Markt ATMY erreicht Allzeithoch – Verteidigungsnachfrage treibt den Markt+++
ROUNDUP

Deutsche Pfandbriefbank stampft US-Geschäft ein - Jahresverlust möglich 18.06.2025, 10:24 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Pfandbriefbank 3,188 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

GARCHING (dpa-AFX) - Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) zieht sich nach herben Verlusten aus den USA zurück. Vorstandschef Kay Wolf will das Institut nun voll auf europäische Länder ausrichten, wie der Gewerbeimmobilien-Finanzierer am Mittwoch in Garching bei München mitteilte. Die Kreditbestände in den Vereinigten Staaten will er verkaufen, verbriefen oder auslaufen lassen. Dies könnte die Bank 2025 sogar einen Jahresverlust einbrocken. Für die im SDax gelistete Pfandbriefbank-Aktie ging es im frühen Handel mehr als zehn Prozent abwärts.

Wolf hatte das US-Geschäft der Bank bereits im Mai öffentlich infrage gestellt. Als Grund nannte er die Wirtschaftspolitik unter US-Präsident Donald Trump. Unter dessen Regierung hätten die Unsicherheiten deutlich zugenommen. Die Rahmenbedingungen für eine Erholung des US-Immobilienmarkts seien nicht mehr gegeben, hieß es seinerzeit weiter. Und: "Wir denken nicht, dass das eine vorübergehende Entwicklung ist", hatte Wolf gesagt.

Jetzt ziehen Vorstand und Aufsichtsrat tatsächlich einen Schlussstrich. Die Bank will ihren gesamten Bestand an US-Krediten im Volumen von rund 4,1 Milliarden Euro loswerden. Dazu gehörten risikogewichtete Vermögenswerte (RWA) in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro. Die Verträge hätten eine durchschnittliche Restlaufzeit von rund zweieinhalb Jahren, hieß es weiter. Bei der Trennung von dem Geschäft will der Pfandbriefbank-Chef den Angaben zufolge "wertschonend" vorgehen.

Als desolat erwiesen sich vor allem die Kredite für Immobilien an der Westküste der USA. Dort und in Chicago hat die Bank ihre meisten faulen US-Kredite - und zwar alle im Bereich Büroimmobilien, wie Wolf und sein Finanzchef Marcus Schulte im Mai erklärt hatten. Doch auch auf das besser laufende Geschäft an der Ostküste haben Vorstand und Aufsichtsrat nun keine Lust mehr.

Der Rückzug aus den USA könnte der Bank erneut hohe Abschreibungen einbrocken. Dies könnte 2025 zu einem Jahresverlust führen, räumte das Management ein. Darum war die Bank sogar in ihrem Krisenjahr 2023 herumgekommen, als die US-Kredite zu immensen Wertberichtigungen geführt hatten.

Bisher hatte Wolf für 2025 einen deutlichen Anstieg des Vorsteuergewinns in Aussicht gestellt, nachdem die Bank im Vorjahr vor Steuern 104 Millionen Euro verdient hatte. Diese Prognose sei ausgesetzt, hieß es nun. An seinen Mittelfristprognosen für 2027 hält der Manager hingegen fest.

Wolf hatte im Februar 2024 den Chefposten bei der Pfandbriefbank übernommen - also fast auf dem Höhepunkt der Immobilienkrise. Er will den Anteil von Büros im Kreditbestand deutlich zurückfahren. Zudem setzt er stärker auf die Finanzierung von Rechenzentren, Hotels und Wohnanlagen für Senioren. Dadurch will er die Kosten senken und die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank auf rund acht Prozent nach oben treiben. Eine harte Kernkapitalquote von mindestens 14 Prozent soll bis dahin jederzeit gewährleistet sein.

Unterdessen stellte der Vorstand die Übernahme eines namentlich nicht genannten deutschen Immobilienverwalters in Aussicht. Die Bank befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen über eine Mehrheitsübernahme, teilte das Unternehmen ebenfalls zur Wochenmitte mit. Den Angaben zufolge verwaltete der betreffende Real-Estate-Investment-Manager Ende 2024 ein Vermögen im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich. Beim Kaufpreis handle es sich voraussichtlich um einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Mit dem Zukauf will die Bank ihren Bereich "pbb invest" stärken, der Immobilienfonds entwickelt und verkauft. Die Übernahme brauche die Zustimmung von Behörden, hieß es weiter./stw/men/tav/stk

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer