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Deutsche Telekom steigert operativen Gewinn - Prognose leicht angehoben 13.05.2026, 11:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die Deutsche Telekom DE0005557508 hat im ersten Quartal weiter vom Wachstum der US-Tochter profitiert und ihren Gewinnausblick für das Gesamtjahr leicht angehoben. Bei den Anlegern kam das am Mittwoch gut an.

Für die im Leitindex Dax DE0008469008 gelistete Aktie ging es zuletzt um rund 1,7 Prozent aufwärts. Seit Jahresbeginn hat sie allerdings nur leicht zugelegt, mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate gab sie sogar gut elf Prozent nach.

Für Analyst Mathieu Robilliard von der britischen Investmentbank Barclays war das erste Quartal der Telekom solide und sauber. Der Ausblick sei angetrieben vom US-Geschäft angehoben worden.

Beim operativen Ergebnis (Ebitda AL) erwartet Telekom-Chef Tim Höttges nun auf Basis konstanter Wechselkurse einen Wert von rund 47,5 Milliarden Euro, beim freien Mittelzufluss (Free Cashflow AL) sollen es nun mehr als 19,8 Milliarden Euro werden, wie der DaxDE0008469008-Konzern am Mittwoch in Bonn mitteilte. Zuvor standen hier noch 47,4 Milliarden Euro beim operativen Ergebnis und rund 19,8 Milliarden beim Zahlungsmittelfluss auf dem Zettel. Grund ist, dass die US-Tochter ihre Prognose zuvor auch leicht erhöht hatte.

2025 verbuchte der Konzern operativ auf vergleichbarer Basis (Pro-Forma) 44,7 Milliarden Euro sowie einen freien Mittelzufluss von (Pro-Forma) rund 19,3 Milliarden Euro.

Im ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz leicht um 0,4 Prozent auf knapp 29,9 Milliarden Euro. Analysten hatten hier etwas weniger auf dem Zettel. Gebremst wurde das Wachstum bei dem in Euro ausgewiesenen Umsatz jedoch vom schwachen US-Dollar. Organisch, also ohne Währungs- und Portfolioeffekte, lag das Wachstum bei 4,7 Prozent. Die Service-Umsätze stiegen um 0,8 Prozent auf 25 Milliarden Euro, organisch erhöhten sie sich um 4,6 Prozent.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingkosten (Ebitda AL) kletterte um zwei Prozent auf 11,5 Milliarden Euro. Auch hier hatten Branchenexperte etwas weniger erwartet. Der freie Barmittelfluss (AL) verbesserte sich um 0,7 Prozent auf rund 5,7 Milliarden Euro.

Die Deutsche Telekom macht mittlerweile den größten Teil ihrer Umsätze im Ausland, vor allem in den USA. Die US-Tochter T-Mobile US US8725901040 hatte bereits Ende April Erstquartalszahlen vorgelegt und dabei einen deutlichen Zuwachs bei den Vertragskundenkonten verzeichnet.

Für das laufende Jahr haben die Amerikaner ihre Ziele etwas angehoben. So werden nun 950.000 bis 1,05 Millionen neue Vertragskundenkonten erwartet, das sind 50.000 an beiden Enden der Spanne mehr als zuvor angepeilt. Zudem wurden die Jahresziele für den operativen Gewinn und Zahlungsmittelzufluss etwas angehoben.

Auf dem deutschen Heimatmarkt stieg der Umsatz der Telekom um 1,9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Die Service-Umsätze im Mobilfunk erhöhten sich um 2,1 Prozent. Beim bereinigten operativen Ergebnis in Deutschland wurde ein Anstieg um 2,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro verzeichnet.

Unter dem Strich verdiente die Deutsche Telekom mit 2,0 Milliarden Euro 28,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund waren laut Mitteilung positive Sondereffekte im Vorjahr.

Derweil erwägen die Telekom Bonner Kreisen zufolge einen vollständigen Zusammenschluss mit der US-Mobilfunktochter. Dabei könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach einer neuen Holdinggesellschaft gebündelt werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg Mitte April unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Die Diskussionen befänden sich aber in einem frühen Stadium und würden politische Unterstützung erfordern. So ist der Bund laut Unternehmensangaben mit 14,2 Prozent an dem deutschen Konzern beteiligt und die in seinem Besitz befindliche KfW mit 14,4 Prozent.

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