ROUNDUP

Erneute Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr 14.04.2026, 08:28 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Ein weiterer Warnstreik hat den öffentlichen Nahverkehr in mehreren bayerischen Städten erneut beeinträchtigt. S-Bahnen, Regionalzüge und Regionalbuslinien waren zwar nicht betroffen, dennoch mussten zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Berufstätige am Morgen auf Alternativen ausweichen. Mancherorts gab es ein behelfsmäßiges Angebot, in München fuhr sogar ein Teil der U-Bahn.

Neben der Landeshauptstadt waren auch die Beschäftigten des Nahverkehrs in Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Fürth und Bayreuth zur vorübergehenden Arbeitsniederlegung aufgerufen. Auch Dachau, Passau, Landshut und Schweinfurt waren betroffen. In Aschaffenburg waren der Gewerkschaft Verdi zufolge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstatt im vorübergehenden Ausstand, allerdings wurden dort von Anfang an keine Auswirkungen auf Fahrgäste erwartet.

Reduziertes Angebot in München

In München fuhr die U-Bahn in der Früh zunächst im Abschnitt Münchner Freiheit - Sendlinger Tor, wenig später gab es gar einen Zehn-Minuten-Takt zwischen Fürstenried West und Fröttmaning. Auch die Tramlinie 20 wurde bald im Zehn-Minuten-Takt bedient, auf der Linie 25 sowie auf der Linie 17 im Abschnitt Sendlinger Tor - St. Emmeram waren es alle 20 Minuten. Bei den Bussen sei mehr als die Hälfte der Fahrzeuge unterwegs, teilte die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit. Sie führen unregelmäßig auf allen Linien.

"Wenn sich zusätzliche Fahrerinnen und Fahrer zum Dienst melden, wird der Betrieb bei U-Bahn und Tram gegebenenfalls auf zusätzliche Abschnitte und Linien ausgeweitet", kündigte die MVG an. Ansonsten empfahl das Unternehmen, "am Streiktag auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice einzuplanen, wenn das möglich ist".

Fahrrad statt Bus in Augsburg

"Zum Erliegen" kam hingegen der öffentliche Nahverkehr in Augsburg. "Bis auf eine Straßenbahn sind alle der rund 150 Busse und Straßenbahnen der swa heute Morgen in den Depots geblieben", teilten die Stadtwerke Augsburg (swa) mit. "Es fahren lediglich Busse auf den Stadtteillinien 21, 24/25 und 38. Diese Linien sind an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt werden." Als Alternative könne die gesamte Flotte von 940 Fahrrädern des Leihradsystems der Stadtwerke kostenlos genutzt werden.

Wie sich die Lage in den anderen Städten konkret gestaltet, war am Morgen noch offen. "In Niederbayern ist nichts an kommunalem Verkehr rausgefahren", schilderte Verdi-Sprecherin Katharina Wagner. Auch in Nürnberg gehe sie von größeren Einschränkungen aus. Aus den anderen Kommunen gebe es noch keine Rückmeldungen. In München sei ein Teil-Angebot zustande gekommen, weil die MVG gezielt Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesprochen und die Dienstpläne so gestaltet habe, dass vorrangig Menschen ohne Streikbereitschaft eingeteilt worden seien.

Zu der vorübergehenden Arbeitsniederlegung hatten die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Nahverkehrsgewerkschaft aufgerufen, um am Vortag der fünften Verhandlungsrunde den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen zu erhöhen. Inzwischen hat die Gewerkschaft ihre Forderungen ein Stück weit reduziert. Auch die Arbeitgeber hatten nach der letzten Verhandlungsrunde mitgeteilt, dass sie ihr Angebot verbessert hätten, die Forderung der Gewerkschaft aber als "realitätsfern" abgelehnt.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer