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Evonik sieht noch keine Nachfragebelebung - Aktie unter Druck 04.11.2025, 14:58 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Evonik Industries 14,14 EUR +0,68 % Quotrix Düsseldorf

ESSEN (dpa-AFX) - Der Spezialchemie-Konzern Evonik sieht auch nach dem Auftakt des Schlussquartals kurzfristig keine Belebung des Geschäfts. Die Nachfrage dürfte bis zum Jahresende schwach bleiben, hieß es am Dienstag im Zuge der Veröffentlichung endgültiger Resultate des dritten Quartals. Der gesamten Branche machen die US-Zollpolitik, eine träge europäische Wirtschaft und die andauernde Krise des chinesischen Immobiliensektors schon länger zu schaffen. Evonik-Chef Christian Kullmann musste daher Ende September seinen Jahresausblick für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) senken.

Seither steht für 2025 im Tagesgeschäft ein Gewinnrückgang von 2,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr auf rund 1,9 Milliarden Euro im Plan. Bereits im Sommer war der Vorstand des im MDax gelisteten Unternehmens vorsichtiger geworden und hatte nur noch das untere Ende der zuvor erwarteten Bandbreite von 2,0 bis 2,3 Milliarden avisiert.

In den drei Monaten bis Ende September erwirtschaftete Evonik bei einem Umsatzrückgang um zwölf Prozent auf 3,4 Milliarden Euro im Tagesgeschäft einen Gewinn (bereinigtes Ebitda) von 448 Millionen Euro. Das ist gut ein Fünftel weniger als vor einem Jahr und liegt im Rahmen der zuletzt avisierten Bandbreite. Dabei belaste vor allem ein Absatzrückgang, während der Konzern seine Verkaufspreise annähernd stabil halten konnte. Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner jedoch ein Verlust von 106 Millionen Euro nach einem Überschuss von 223 Millionen vor einem Jahr.

In dem schwierigen Geschäftsumfeld hatte der MDax-Konzern vor einiger Zeit ein Sparprogramm aufgesetzt, in dessen Zuge auch das Management gestrafft wird. Damit sollen die jährlichen Kosten bis Ende 2026 um rund 400 Millionen Euro sinken. Wie es nun hieß, kommt das Programm planmäßig voran. Die "Vorteile durch weniger Hierarchieebenen und geringere Personalkosten werden bereits sichtbar. Bis Ende des Jahres werden 90 Prozent aller Bereiche in ihre neue Struktur überführt sein."

Analyst Sebastian Satz von der Citigroup sieht den operativen Gewinn im dritten Quartal ein wenig über der zuletzt gesunkenen Markterwartung. Allerdings sei der Geschäftsmix schwächer als gedacht, da die beiden Kerngeschäftsbereiche schlechter abgeschnitten hätten als erwartet. Er sieht zudem Fragen aufkommen mit Blick auf die Wirkung der Sparmaßnahmen des Konzerns. Dies werde auch durch die im Vergleich zu anderen Chemiewerten schwache Kursentwicklung der vergangenen Monate verdeutlicht.

Die seit Monaten schwache Evonik-Aktie rutschte am Morgen zunächst stärker ab und drohte auf ein Rekordtief zu fallen. Dann berappelte sich der Kurs jedoch und hielt sich mit einem Minus von zuletzt rund einem halben Prozent besser als der am Dienstag schwache deutsche Aktienmarkt.

Im laufenden Jahr haben die Evonik-Papiere damit bisher rund 14 Prozent an Wert verloren. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Chemicals bringt es im gleichen Zeitraum auf ein Minus von gut sechs Prozent./mis/stk/stw

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