ROUNDUP

Fresenius hebt nach starkem Quartal Jahresprognose an - Kurssprung 05.08.2026, 09:11 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Fresenius 46,56 EUR +4,91 % Baader Bank

Beim Krankenhausbetreiber und Pharmahersteller Fresenius DE0005785604 zahlt sich der Umbau weiter aus. Nach einem erfolgreichen Quartal blickt Konzernchef Michael Sen zuversichtlicher auf 2026 und hebt die Gewinnprognose an. Im zweiten Quartal profitierte der Dax DE0008469008-Konzern erneut vom florierenden Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Nachahmerarzneien. In den Kliniken wurden zudem mehr Patienten behandelt, auch stiegen die Preise. Den Folgen der Gesundheitsreform begegnet das Management gelassen. Die Aktie stieg kurz nach dem Handelsstart am Mittwoch um 7,4 Prozent auf 47,64 Euro und war damit Dax-Spitzenreiter.

"Fresenius hat erneut ein ausgezeichnetes Quartal geliefert und erhöht vor dem Hintergrund der nachhaltigen operativen Stärke den Ausblick für das Gesamtjahr", wurde Sen in der Mitteilung vom Dienstagabend zitiert. Das um Sondereffekte bereinigte Kern-Ergebnis je Aktie soll zu konstanten Wechselkursen nun um 10 bis 15 Prozent steigen. Bislang wurden 5 bis 10 Prozent erwartet. Auch für die Tochter Kabi wurden die Südhessen optimistischer: Sie soll nun eine operative Marge am oberen Ende ihrer Zielspanne erreichen.

Die Umsatzprognose bestätigte der Konzern. Demnach soll der Erlös von Fresenius organisch - also ohne Währungs- und Portfolioeffekte - um vier bis sieben Prozent wachsen.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 5,86 Milliarden Euro zu, organisch betrug das Plus sechs Prozent. Wichtigster Treiber bei Kabi waren neuere Produkte wie Tyenne, ein Biosimilar zum Rheuma-Medikament Tocilizumab, das in den USA und Europa stark angelaufen sei. Zweistellig wuchs auch die Medizintechnik. Zudem stehen mehrere Produkte aus der klinischen Ernährung vor dem Marktstart. Die Kliniken von Helios und der spanischen Tochter Quironsalud steigerten ihren Umsatz dank höherer Fallzahlen und positiver Preiseffekte ebenfalls.

Konzernweit stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) währungsbereinigt um zehn Prozent auf 719 Millionen Euro. Die starke operative Entwicklung bei Kabi und Helios sowie ein verbessertes Zinsergebnis hätten die Ergebnisentwicklung gestützt, hieß es. Unter dem Strich verdiente Fresenius unter Ausklammerung seiner Beteiligung am Dialysekonzern Fresenius Medical Care 470 Millionen Euro, nach 412 Millionen ein Jahr zuvor.

Fresenius habe die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das operative Ergebnis und den Nettogewinn übertroffen, schrieb JPMorgan-Analyst David Adlington. Nach der Prognoseanhebung könnten die Markterwartungen nun leicht steigen. Die Aktie werde derzeit mit einem Abschlag gehandelt und könnte davon profitieren, so der Experte.

Das Fresenius-Papier hatte in diesem Jahr unter Sorgen über mögliche Folgen des GKV-Stabilisierungsgesetzes gelitten, das unter anderem die Vergütungen im Krankenhausbereich begrenzt. Anfang Juni war die Aktie auf ein Jahrestief bei rund 35 Euro gefallen, von dem sich das Papier aber binnen eines Monats um fast 30 Prozent erholt hat.

Sen trat den Befürchtungen um die Gesundheitsreform nun entgegen: "Das verabschiedete Gesetz schafft einen konstruktiven Rahmen für ein anhaltendes Wachstum der Erstattung." Helios Deutschland sei dank Digitalisierung und seiner Clustering-Strategie gut positioniert und halte daher an seinen Umsatz- und Margenzielen fest.

Der seit Oktober 2022 amtierende Fresenius-Chef hat den Dax-Konzern DE0008469008 grundlegend umgebaut. Als Kerngeschäfte blieben Helios sowie die auf klinische Ernährung, Biosimilars und Medizintechnik spezialisierte Tochter Kabi. Randaktivitäten wurden verkauft, die Verflechtung mit dem Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 weitgehend gelöst sowie ein Produktivitätsprogramm umgesetzt. Sen sieht darin die Grundlage für eine strukturell verbesserte Ergebnisqualität mit höherer Ertragskraft, Kapitalrendite und Cashflow, wie er laut Mitteilung sagte.

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,44
Hebel: 19,65
mit starkem Hebel
Ask: 1,04
Hebel: 5,22
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Goldman Sachs
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: GN10QQ GW7RLJ. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer