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Geflügelpest-Ausbruch ist für Landwirt eine Katastrophe 07.11.2025, 09:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

STUHR (dpa-AFX) - An einem Morgen im Oktober war für Landwirt Holger Nöhrnberg beim Betreten seines Legehennenstalls etwas anders als sonst. Ihm fiel ein merkwürdiges Verhalten seiner Tiere auf, erzählt er. Nöhrnberg verständigte seine Tierarztpraxis: "Ihr müsst mal vorbeikommen, mal gucken, was hier Sache ist." Die Veterinäre hatten sofort den Verdacht, dass die Tiere an der Geflügelpest erkrankt waren. Die Folge für seinen Betrieb war hart: Rund 1.000 Tiere mussten daraufhin getötet werden.

"Das ist einfach eine Katastrophe, das möchte man nicht unbedingt sehen", sagt der Landwirt aus Stuhr an der Grenze zu Bremen. Ohne Hühner kann er auch keine Eier mehr verkaufen. Sein Verkaufsautomat ist seit Mitte Oktober leer.

"Plötzlich: null Eier"

"Plötzlich heißt es: null Eier", erzählt der Hühnerhalter. Nun bleibe ihm nur übrig, abzuwarten, bis die Behörden wieder grünes Licht geben und er neue Hennen einstallen darf.

Aber vieles sei noch unklar. Wird er Junghennen beziehen können? Oder wird das schwierig, weil auch der Betrieb, von dem er seine Tiere bezieht, in einem Sperrbezirk liegt? Zur Eindämmung der Tierseuche haben die Behörden um die betroffenen Betriebe Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, in denen unter anderem ein Ein- und Ausfuhrverbot von Vögeln gilt.

Und: Er habe nur einen kleinen Betrieb - er wisse nicht, ob er nach der Aufhebung der Sperrzone auch beliefert werde, oder ob erst größere Abnehmer zum Zuge kämen, sagt der Landwirt.

Landwirt steht vor dem Nichts

"Das ist eine komplette Katastrophe. Man steht vor dem Nichts", sagt Nöhrnberg und schaut in seinen leeren Stall. Üblicherweise gehen seine Hennen zum Schlachter, wenn sie ihr Lebensalter erreicht haben. "Dann weiß man, dann kommen Einnahmen und dann sind auch neue Hennen bestellt. Aber jetzt ist gar nichts da, und man steht mit leeren Händen da", erzählt er. "Krankenkasse, Sozialversicherung, solche Sachen müssen alle bezahlt werden."

Tötung der Tiere schwer zu ertragen

Die Tötung und das Abholen der Tiere durch die Tierkörperbeseitigungsfirma habe er sich nicht anschauen können, sagt Nöhrnberg. Es sei schwer zu ertragen, denn mit den Tieren habe er jeden Tag zu tun gehabt. Die Maßnahme als solche könne er verstehen, denn die Infektion übertrage sich schlagartig. "Das ist einfach eine Katastrophe. Das möchte man nicht unbedingt sehen."

Insgesamt sind dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zufolge in diesem Jahr bereits 763.629 Tiere getötet worden (Stand 05. November). Nach wenigen Fällen im Frühjahr nahm das Infektionsgeschehen Mitte Oktober deutlich zu./eks/DP/jha

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