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Gewinn von Daimler Truck deutlich eingebrochen - Aufträge ziehen an 06.05.2026, 09:13 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Daimler Truck Holding 43,84 EUR +0,67 % Lang & Schwarz

Der Nutzfahrzeug-Hersteller Daimler Truck DE000DTR0CK8 hat im ersten Quartal die Probleme in Nordamerika zu spüren bekommen. Umsatz und operatives Ergebnis fielen deutlich. Unter dem Strich sorgte auch die Abspaltung der Asiensparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Toyota-Tochter JP3633400001 Hino für Sonderkosten. Das Management um Chefin Karin Radström sieht aber mit dem nun wieder anziehenden Auftragseingang Licht am Ende des Tunnels und bestätigte seine Jahresprognose. Schon im zweiten Quartal soll es im wichtigen US-Markt bei der Profitabilität wieder deutlich aufwärtsgehen. Die Aktie tat sich im frühen Handel schwer, eine Richtung zu finden.

Zuletzt gewann das Papier gut ein halbes Prozent; 2026 lieg es damit rund 17 Prozent um Plus. Analyst Michael Aspinall von der US-Investmentbank Jefferies sah die Ergebnisse des ersten Quartals im Rahmen seiner eigenen Schätzungen, aber unter denen des Marktes. Entscheidend sei aber, dass sich das Unternehmen für das zweite Quartal in Nordamerika bereits bei der operativen Marge wieder in der Region von 7 bis 8 Prozent sehe, und das im frühen Stadium sich bessernder Aufträge.

Die Bestellungen bei Daimler Truck sprangen um die Hälfte in die Höhe. Nach dem Einbruch im Vorjahr zogen sie in den ersten drei Monaten auf 114.043 Fahrzeuge an. Wegen der Unsicherheit um die Entwicklung der Wirtschaft infolge von Zollerhöhungen hatten Speditionen in den USA im vergangenen Jahr zwischenzeitlich kaum noch Lkw bestellt.

Das zeigte sich nun in den operativen Zahlen. Der Umsatz des Industriegeschäfts - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - fiel im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sank gar um über die Hälfte auf 498 Millionen Euro, wie das DaxDE0008469008-Unternehmen am Mittwoch in Leinfelden-Echterdingen mitteilte. Die von Anlegern viel beachtete bereinigte operative Gewinnmarge im Industriegeschäft sackte um 4,6 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent ab. Die Ergebnisse fielen damit schwächer aus als von Analysten ohnehin befürchtet.

Unter dem Strich ging der Gewinn je Aktie um 80 Prozent auf 0,18 Euro zurück. Neben dem schwachen Abschneiden im Tagesgeschäft hatte Daimler Truck zu Anfang April die Asiensparte (außer China und Indien) aus dem Konzern ausgegliedert und in ein Joint Venture mit der Toyota-Tochter Hino eingebracht. Als Beteiligungsergebnis verbuchte Daimler Truck im Quartal einen Verlust von 239 Millionen Euro.

"Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen", sagte Daimler-Truck-Chefin Radström laut Mitteilung. In den USA hätten sich die Auftragseingänge deutlich erholt. "Diese Dynamik dürfte sich in den kommenden Quartalen positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken", sagte die Managerin.

So sieht sie die Nordamerikasparte - im Regelfall die Renditeperle des Konzerns - im zweiten Quartal am oberen Ende der Bandbreite des Jahresausblicks des Bereichs von 6 bis 8 Prozent - im ersten Quartal standen hier nur 5,4 Prozent zu Buche. Auch bei der in Europa starken Lkw-Marke Mercedes-Benz und bei den Bussen sollte sich die Marge im laufenden Dreimonatszeitraum wieder bessern.

Der schwächelnde US-Markt und weniger verkaufte Busse hatten zuletzt bei Daimler Truck für einen erneuten Absatzrückgang gesorgt. Im ersten Quartal dieses Jahres verkaufte der Nutzfahrzeughersteller weltweit 68.849 Lastwagen und Busse. Das entsprach einem Rückgang von neun Prozent.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits das Sparprogramm "Cost Down Europe" aufgelegt. Bis 2030 sollen damit die laufenden Kosten auf dem Heimatkontinent um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland sollen deshalb ungefähr 5.000 Stellen wegfallen. Betroffen ist besonders die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Aber auch in Nordamerika soll gespart werden durch Stellenabbau.

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