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Großreederei MSC weist Gerüchte über Kaufangebot für Hapag-Lloyd zurück 17.06.2026, 15:09 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Hapag-Lloyd 112,35 EUR -1,62 % Lang & Schwarz

Die weltgrößte Reederei MSC hat am Mittwoch Medienberichte über ein Kaufangebot an die deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd DE000HLAG475 zurückgewiesen. Zuvor hatte das deutsche "Manager Magazin" berichtet, dass die in der Schweiz ansässige MSC beim deutschen Rivalen einsteigen und bei der Nummer fünf der Branche die Mehrheit übernehmen wolle.

Die Grußreederei mit Sitz in Genf wies am Mittwoch auf AWP-Anfrage die Spekulationen zurück: "Hapag-Lloyd ist nicht Gegenstand eines möglichen Übernahmeangebots von MSC", erklärte ein Sprecher gegenüber AWP. Hapag-Lloyd wollte den Bericht derweil nicht kommentieren. Das "Manager Magazin" hatte geschrieben, dass MSC-Patron Gianluigi Aponte schon länger bei den Haupteignern von Hapag-Lloyd anklopfe und seine Ambition trotz allgemeinem Abwinken nicht aufgebe.

Pakt der Ankeraktionäre

Die Hamburger Reederei ist durch einen Pakt der Ankeraktionäre geschützt. Jeweils 30 Prozent des Kapitals halten der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV. Ein Vertrag binde beide Seiten, an ihrem Investment festzuhalten und mit einer Stimme zu sprechen, so das Magazin. Der Pakt sollte ursprünglich 2026 auslaufen, sei aber bis Ende 2030 verlängert worden.

Zuversichtlich für seine Ambitionen könnten Aponte Änderungen beim chilenischen Aktionär stimmen. Dort hätten sich bei der Muttergesellschaft von CSAV, dem Mischkonzern Quiñenco, die Machtverhältnisse geändert. Der langjährige Unternehmenschef Francisco Pérez Mackenna sei im Februar abgetreten, um chilenischer Außenminister zu werden. Seinem Nachfolger Macario Valdés Raczynski, der ein Zahlenmensch sei, liege die Schifffahrt nicht am Herzen. Der heimliche Schutzpatron der Sparte, Quiñenco-Patriarch Andrónico Luksic Craig, habe sich mittlerweile zurückgezogen und überlasse jüngeren Familienmitgliedern das Feld.

Ein attraktives Kaufangebot könnte womöglich den neuen Unternehmenschef dazu anregen, über den Anteil an Hapag-Lloyd nachzudenken, schreibt das deutsche Magazin. Fielen die Chilenen, wären vielleicht auch die arabischen Großaktionäre aus Katar und Saudi-Arabien zum Verkauf bereit. Beide zusammen besitzen 22,5 Prozent an Hapag-Lloyd.

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