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Handelskonflikte belasten Luxuskonzern LVMH - Aktie gibt deutlich nach 28.01.2026, 10:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton 553,00 EUR -3,62 % Lang & Schwarz

PARIS (dpa-AFX) - Die weltweiten Handelskonflikte und eine damit einhergehende schwache Konsumlaune haben den Luxusgüterkonzern LVMH im vergangenen Geschäftsjahr weniger Umsatz und Gewinn eingebrockt. So sank vor allem in Europa die Nachfrage im zweiten Halbjahr, wie das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Dazu belasteten die Handelskonflikte die Konsumlaune vor allem im Wein- und Spirituosengeschäft in Kernmärkten wie China und den USA. Speziell Cognac ließen Verbraucher in den Regalen stehen. An der Börse kam dies schlecht an. Am Donnerstagvormittag gab die Aktie um mehr als sieben Prozent nach.

Für Chiara Battistini von JPMorgan konnte LVMH dank strikter Kostenkontrolle die immer noch sehr volatile Umsatzentwicklung kompensieren. Das operative Ergebnis habe daher ihre Erwartungen etwas übertroffen, insgesamt sei die Bilanz aber durchwachsen. Jefferies-Analyst James Grzinic sieht das ähnlich. Das operative Ergebnis habe die Erwartungen leicht übertroffen, so der Branchenexperte. Die Anleger dürften aber vorsichtig bleiben. Die Nachfragevolatilität bleibe hoch und die Währungsentwicklung ungünstig.

Der Umsatz von LVMH sank 2025 um fünf Prozent auf knapp 81 Milliarden Euro. Dabei spielte auch der starke Euro eine Rolle. Organisch - bereinigt um Wechselkurs- sowie Portfolioeffekte, sanken die Erlöse um ein Prozent. Außer im Wein- und Spirituosengeschäft sank der Umsatz 2025 auch im Mode- und Ledergeschäft.

Im vierten Quartal kam LVMH organisch auf ein leichtes Plus von einem Prozent. Während im Wein- und Spirituosengeschäft der Umsatz deutlicher als von Analysten erwartet sank, lag der Rückgang im Mode- und Ledergeschäft im Rahmen der Erwartungen. Im Geschäft mit Uhren und Schmuck lief es indessen besser als von Branchenexperten gedacht.

Das bereinigte operative Ergebnis des Konzerns sank im Gesamtjahr um neun Prozent auf knapp 17,8 Milliarden Euro. Dabei verzeichnet LVMH sowohl im Spirituosengeschäft als auch im Mode- und Ledergeschäft prozentual zweistellige Ergebnisrückgänge. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von fast 10,9 Milliarden Euro, ein Minus von 13 Prozent. Die Anteilseigner sollen eine Dividende von insgesamt 13 Euro je Aktie erhalten, dabei wurde bereits eine Zwischendividende von 5,50 Euro je Aktie gezahlt.

Für das neue Jahr zeigte sich die LVMH-Spitze "zuversichtlich". LVMH-Chef Bernard Arnault erwartet jedoch ein schwieriges operatives Umfeld für den Konzern. LVMH werde daher die Ausgaben begrenzen. Einen konkreten Ausblick gab das Unternehmen nicht./err/nas/mne/mis

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