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Heidelberg Materials startet mit Rückgängen ins Jahr - Wetter belastet 06.05.2026, 09:42 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Baustoffkonzern Heidelberg Materials DE0006047004 hat im ersten Quartal operativ deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Das Unternehmen habe mithilfe von niedrigeren Kosten und höheren Verkaufspreisen rückläufige Absatzmengen im ersten Quartal teilweise kompensieren können, sagte der Konzernchef Dominik von Achten am Mittwoch in Heidelberg laut einer Mitteilung. Die Nachfrage in vielen Märkten habe sich bereits zu Beginn des zweiten Quartals deutlich erholt. Sie dürfte sich im weiteren Jahresverlauf in den Kernmärkten anhaltend stabilisieren. Gleichzeitig setze der Konzern weiterhin auf striktes Kostenmanagement und Preisanpassungen. Die Ziele für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das im Dax DE0008469008 notierte Unternehmen. Die Aktie legte im frühen Handel um rund zwei Prozent zu.

Im ersten Quartal sank der Umsatz auch wegen ungünstiger Wechselkurse im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 4,54 Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging um gut 30 Prozent auf 163 Millionen Euro zurück. Analysten hatten mit einem solchen starken Rückgang gerechnet. Für 2026 peilt das Unternehmen weiterhin ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 3,4 Milliarden bis 3,75 Milliarden Euro an und damit mindestens den Vorjahreswert. Zum Ergebnis unter dem Strich machte der Konzern, wie für das Auftaktquartal üblich, keine Angaben.

Unterdessen kommt das Management bei seinem Sparkurs voran. Das 2024 gestartete Programm "Transformation Accelerator Initiative" habe bereits zu Einsparungen in Höhe von insgesamt 405 Millionen Euro geführt, hieß es. Bis Ende 2026 will das Unternehmen die Kosten um mindestens 500 Millionen Euro senken.

Heidelberg Materials hat inzwischen wegen des deutlichen Absatzrückgangs bei Zement in Europa sowie aufgrund der verstärkten Ausrichtung des Zementportfolios hin zu CO2-reduzierten Produkten seine Herstellung in mehreren Werken angepasst. Nun kündigten die Heidelberger erst jüngst an, das Zementwerk in Paderborn dauerhaft stillzulegen. Am schwedischen Standort Skövde will das Unternehmen seine Aktivitäten ab 2027 auf die Zementherstellung konzentrieren. Die Klinkerproduktion soll weitgehend an das größere schwedische Werk Slite auf Gotland verlagert werden. Unterdessen setzt das Unternehmen aber auch weiterhin auf Zukäufe.

Derweil hat auch der Schweizer Konkurrent Holcim CH0012214059 im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient. Aufs operative Ergebnis drückten der harte Winter in einigen europäischen Ländern und Währungseffekte. Aber auch der Verkauf von mehreren Ländergeschäften belastete das Resultat. Besser lief es hingegen beim irischen Baustoffkonzern CRH IE0001827041. Er konnte im Quartal Umsatz und operativen Gewinn auch dank Zukäufen deutlich steigern. Unter dem Strich fiel der Verlust aber wegen höherer Kosten größer aus.

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