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Historische Niederlage für Labour in Wales zeichnet sich ab 08.05.2026, 18:48 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Die jahrzehntelange Dominanz der Labour-Partei in Wales findet nach vorläufigen Ergebnissen der Regionalwahl ein bitteres Ende. Die Sozialdemokraten von Premierminister Keir Starmer landeten bei der Wahl zum walisischen Regionalparlament, dem Senedd, nur auf Platz drei. Das Ergebnis gilt als historisch: Damit endet die 27-jährige Regierungszeit und die mehr als 100 Jahre andauernde Serie von Wahlsiegen der Labour-Partei im Westen Großbritanniens.

Die Chefin der walisischen Labour-Partei und scheidende Regierungschefin des britischen Landesteils, Eluned Morgan, verlor ihren Sitz im Senedd und kündigte ihren Rücktritt als Parteivorsitzende an. Die Ergebnisse zeigten, "dass die Labour-Regierung national einen Kurswechsel braucht", sagte Morgan laut der Nachrichtenagentur PA. Starmer bezeichnete Morgan in einem Beitrag auf X als eine "unermüdliche Kämpferin für Wales" und dankte ihr für ihren Einsatz.

Stärkste Kraft wurde die Unabhängigkeitspartei Plaid Cymru vor den Rechtspopulisten von Reform UK, die auf dem zweiten Platz landeten. Erstmals in der Geschichte dürften damit alle selbstverwalteten britischen Landesteile (Schottland, Wales und Nordirland) von Unabhängigkeitsparteien angeführt werden. Ein Auseinanderbrechen des Vereinigten Königreichs bedeutet das zwar noch lange nicht - die Kräfte, die darauf hinarbeiten, sind jedoch gestärkt.

In Schottland zeichnet sich ein ähnlich schlechtes Bild für Labour ab, dort gewinnt die Unabhängigkeitspartei SNP ersten Ergebnissen nach deutlich.

Herbe Niederlage auch in England

Auch bei den Kommunalwahlen in England fuhr die Labour-Partei ein desaströses Ergebnis ein. Die Partei Reform UK von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage errang aus dem Stand Hunderte Mandate, während Labour Hunderte verlor. Auch die oppositionellen Konservativen mussten herbe Verluste hinnehmen.

Der britische Superwahltag gilt damit als weiterer Rückschlag für den ohnehin schon angezählten Premierminister Starmer, der sich aber weiter kämpferisch gibt. "Ich werde nicht davonlaufen und das Land ins Chaos stürzen", sagte er dem Sender Sky News nach den ersten Ergebnissen aus England.

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