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Jungheinrich überrascht positiv trotz roter Zahlen wegen Sparprogramm 12.11.2025, 13:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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HAMBURG (dpa-AFX) - Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich hat unter anderem wegen Kosten für die Umsetzung seiner Sparmaßnahmen im dritten Quartal wie erwartet rote Zahlen geschrieben. Hinzu kamen die verlustreiche Veräußerung der russischen Tochtergesellschaft sowie ein Verlust aus dem Abgang aktivierter Entwicklungsausgaben für eine nicht fortgeführte Technologie, wie aus dem am Mittwoch in Hamburg vorgelegten Quartalsbericht hervorgeht. Die Jahresziele bestätigten die Hamburger, nachdem sie im Juli zweimal korrigiert worden waren. Analysten waren positiv überrascht, ebenso wie die Anleger.

Die Jungheinrich-Aktie legte zeitweise um fast 10 Prozent zu und erholte sich damit auf das höchste Niveau seit August. Zuletzt betrug das Plus noch 7,5 Prozent und der Wertzuwachs 2025 fast ein Viertel. Im Juli hatte dieser aber bereits 67 Prozent betragen, bevor eine Gewinnwarnung eine scharfe Kurskorrektur einleitete. Sie endete Mitte Oktober. Inzwischen zeichnet sich eine Bodenbildung ab.

Die im MDax notierten Vorzugsaktien machen knapp die Hälfte des Jungheinrich-Kapitals aus. Der Rest sind Stammaktien im Besitz der Erben des Firmengründers.

Das Umsatzwachstum im dritten Quartal von 3,9 Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro übertraf die Schätzungen. Grundlage dafür war unter anderem das Neugeschäft: Der Auftragseingang stieg um 5,4 Prozent auf gut 1,3 Milliarden Euro. Per Ende September hatte Jungheinrich mit fast 1,5 Milliarden Euro in etwa so viele Aufträge in den Büchern wie ein Jahr zuvor. Nach Steuern stand in den drei Monaten bis Ende September ein Verlust von 65 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 71 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Auch im Tagesgeschäft schrieb Jungheinrich rote Zahlen: Nach einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von fast 106 Millionen Euro im Vorjahr, fiel nun ein Verlust von knapp über 50 Millionen Euro an.

Das operative Ergebnis habe die Erwartungen klar hinter sich gelassen, schrieb etwa Stefan Augustin vom Analysehaus Warburg Research. Für seinen Jefferies-Kollegen Lucas Ferhani hat sich der Spezialist für Logistiktechnik operativ gut entwickelt. Und DZ-Bank-Experte Alexander Hauenstein kommentierte: "Q3-Test bestanden". Er erwartet leicht bessere Analystenschätzungen aufgrund des stärker als gedachten Auftragseingangs.

Philippe Lorrain vom US-Analysehaus Bernstein Research lobte Auftragseingang und Umsatz, monierte aber: Der freie Barmittelzufluss sei schwach gewesen. Er fiel von Januar bis September mit 151 Millionen Euro nicht einmal halb so groß aus wie ein Jahr zuvor. Laut Lorrain sollte das aber im Zusammenhang mit der starken Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr sowie dem offenbar gestiegenen Nettoumlaufvermögen gesehen werden.

Da Jungheinrich wie üblich zum ersten und dritten Quartal keine vollständige Bilanz vorlegt, sind keine weiteren Schlussfolgerungen möglich.

Die Hamburger hatten sich als Reaktion auf die schwächere Entwicklung der vergangenen Monate ein Sparprogramm verordnet. Produktion, Management und Verwaltung sollen optimiert, Stellen sowohl abgebaut als auch verlagert werden. Insgesamt sind 1.000 Arbeitsplätze betroffen. Durch die Maßnahmen sollen die Kosten des Unternehmens mittelfristig um rund 100 Millionen Euro pro Jahr sinken./lew/mne/stk

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