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Lufthansa holt historische Flugzeuge in die Zentrale 14.08.2025, 06:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Lufthansa schmückt sich mit zwei Flugzeuglegenden zum Firmenjubiläum im kommenden April. In der Nacht ist der Rumpf einer Lockheed Super Star per Schwertransport am Frankfurter Flughafen angekommen, wo der MDax-Konzern ein neues Besucher- und Konferenzzentrum errichtet. Zusammen mit einer historischen Junkers Ju 52 soll dort das viermotorige Propeller-Flugzeug aus den 1950er Jahren dauerhaft öffentlich ausgestellt werden.

Zu den Kosten für das Zentrum und die Restaurierung der beiden Flugzeuge macht das Unternehmen keine Angaben. Beide Flugzeuge aus dem Besitz der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung sind nicht mehr für den Luftverkehr zugelassen.

Bei der Super Star hat die Lufthansa Technik ambitionierte Pläne aufgegeben, Nostalgie-Flüge für Passagiere anzubieten. Die technische Restaurierung selbst sowie insbesondere die notwendige technische Zertifizierung durch die Aufsichtsbehörden stellten sich als zu aufwendig heraus. Der Vorstand stoppte das Projekt schließlich im Jahr 2018 aus Kostengründen.

Non-Stop-Flüge über den Atlantik

Da die Arbeiten bereits weit fortgeschritten waren, glänzt das in Hamburg restaurierte und in Münster neu lackierte Flugzeug mit authentischen Details in Cockpit und Kabine. Lufthansa hatte seit 1957 vier der seltenen Propeller-Maschinen mit Druckkabine für Non-Stop-Flüge mit bis zu 99 Passagieren über den Atlantik genutzt.

Noch älter, nämlich aus dem Jahr 1936, ist die Junkers Ju 52, die noch bis 2018 auf Rundflügen beispielsweise in Frankfurt oder zum Hamburger Hafenfest unterwegs war. Die in Lippstadt-Paderborn restaurierte "Tante Ju" mit der historischen Kennung D-AQUI soll ebenfalls nach Frankfurt gebracht werden.

Bezug auf historisch belastete Vorgängerin

Mit dem Jubiläum bezieht sich Lufthansa explizit auf die problematische Vorgängerin Deutsche Luft Hansa Aktiengesellschaft, die 1926 auf Drängen der deutschen Reichsregierung gegründet worden war. Laut Forschungen war das Unternehmen eng in die illegale Aufrüstung des Deutschen Reiches eingebunden und später wichtiger Teil des nationalsozialistischen Kriegsapparats. Tausende Zwangsarbeiter mussten unter ausbeuterischen Bedingungen für die erste Hansa arbeiten.

Erst im April 1955 und damit fast zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs durften erste Linienflüge der neu gegründeten Deutschen Lufthansa AG abheben. Zunächst hatten die Alliierten den Deutschen jeden Luftverkehr untersagt.

Juristisch hat der heutige Konzern nichts mit dem in der Weimarer Republik gegründeten Unternehmen zu tun, sicherte sich aber nach dem Weltkrieg die Markenrechte an Namen, Farbgebung und Kranich-Symbol. 1999 trat der Konzern dem deutschen Entschädigungsfonds für Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer bei. Eine neue Firmengeschichte soll im März 2026 erscheinen./ceb/DP/zb

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