Anzeige
+++Europa braucht dringend Erdgas: Dieses Unternehmen steht kurz davor, ein potenzielles 1,1-TCF-Gasprojekt zu erschließen Dieses Unternehmen steht kurz davor, ein potenzielles 1,1-TCF-Gasprojekt zu erschließen+++
ROUNDUP

Milliardenauftrag für Windstrom-Plattform geht nach Rostock 17.06.2026, 13:12 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Siemens Energy 157,51 EUR +1,53 % Lang & Schwarz

Mit einem Milliarden-Auftrag des Stromnetzbetreibers 50Hertz läuft in Deutschland der Bau von Offshore-Konverterplattformen mit einer Kapazität von zwei Gigawatt an. Profitieren wird vor allem der Standort Rostock, wo die fast fußballfeldgroßen Windstrom-Plattformen für den Einsatz auf hoher See gebaut werden sollen. Auftragnehmer ist ein Konsortium aus den Unternehmen Siemens Energy DE000ENER6Y0 und Neptun Smulders Offshore Renewables, wie 50Hertz in Berlin mitteilte.

Es geht um ein sogenanntes Konvertersystem für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2. Es bestehe aus einer Plattform auf dem Meer und einer Station an Land. Neptun Smulders ist ein Gemeinschaftsunternehmen der zur niedersächsischen Meyer-Gruppe gehörenden Rostocker Neptun-Werft und des belgischen Stahlkonzerns Smulders. Der Produktionsstart ist laut Meyer Werft für 2028 geplant.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) sprachen von einem großen Tag und einem wichtigen industriepolitischen Signal. In Rostock wird den Angaben zufolge der Großteil der Konstruktion und Fertigung erfolgen. Bei Neptun und Smulders sollen laut Schwesig zusammen etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kämen bis zu weitere 500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern während der Bauphase.

90 Meter lang, 60 Meter hoch

Windparks auf See spielen eine wichtige Rolle bei der Energiewende. Sie sollen Deutschland auch unabhängiger von anderen Energielieferungen machen. Eine Konverterplattform sieht ähnlich aus wie eine Ölbohrinsel. Die beauftragte Plattform ist in etwa 90 Meter lang, 50 Meter breit und 60 Meter hoch. Zum Vergleich: Ein Bundesliga-Fußballfeld misst 105 mal 68 Meter.

Der Konverter wandelt den von Windkraftanlagen auf See produzierten Wechselstrom in Gleichstrom um, der dann an die Küste transportiert und von dort in große Verbrauchszentren im Land verteilt wird. Gleichstrom hat bei langen Transportwegen deutlich geringere Verlustwerte als Wechselstrom.

Es geht um Milliardensummen

Für eine weitere Konverter-Plattform in gleicher Dimension sind laut 50Hertz Verhandlungen mit Neptun Smulders Offshore Renewables aufgenommen worden. Auch dafür sollten wesentliche Komponenten in Rostock-Warnemünde gefertigt werden.

Kommt dieser Auftrag zustande, würden sich die beiden Projekte zusammen auf ein Volumen für Neptun Smulders von rund 2,5 Milliarden Euro überwiegend für Produktion und Dienstleistungen in MV summieren. Die Offshore-Konverter sollen in der Nordsee rund 200 Kilometer westlich der Insel Sylt installiert werden. Das Projekt North Sea Connector 2 solle bis Ende 2034 in Betrieb genommen werden.

Siemens Energy wird die Plattform mit Stromübertragungs-Technologien ausstatten, die ebenfalls überwiegend in deutschen Werken gefertigt seien, wie das Unternehmen mitteilte. Zusätzlich erhielt Siemens Energy einen Service-Vertrag mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren, der geplante und ungeplante Wartungsarbeiten, IT-Services und Rufbereitschaften umfasst.

Rückkehr des Konverterbaus nach Deutschland

Die Auftragsvergabe markiere die Rückkehr des Offshore-Konverterbaus nach Deutschland, sagte die Geschäftsführerin der Stiftung Offshore-Windenergie, Karina Würtz. Zuletzt seien entsprechende Systeme bis zur 900-Megawatt-Klasse im Jahr 2018 auf deutschen Werften gefertigt worden. Danach habe sich die Produktion ins Ausland verlagert. Entsprechende Aufträge seien unter anderem nach Spanien, Singapur, Indonesien und in die Vereinigten Arabischen Emirate vergeben worden.

Nach Worten von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zeigt der Auftrag, welches Potenzial in der deutschen Wirtschaft steckt. Sie sprach von guten Nachrichten in Zeiten, die arm an guten Nachrichten seien - die deutsche Wirtschaft steckt seit Jahren in einer Schwächephase. Die geplanten Konvertersysteme gebe es "nicht von der Stange". Für den Ausbau der Windkraft auf See würden noch viele Konverter gebraucht.

Nach früheren Angaben der Bundesregierung wird erwartet, dass von 2026 bis 2045 allein für den deutschen Markt 33 Plattformen benötigt werden, die jeweils ein Auftragsvolumen zwischen 1,5 bis 2 Milliarden Euro hätten.

Niedersachsens Ministerpräsident Lies betonte die Verbindung von maritimem Know-how und Energiewende-Infrastruktur, die neue Perspektiven für die Küstenregion eröffne. Die Auftragsvergabe zeige, dass die Energiewende nicht nur klimapolitisch notwendig sei, sondern auch konkrete Wertschöpfung, industrielle Kompetenz und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland sichere.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig sprach von einem großen Tag für ihr Bundesland. Der Großauftrag stärke MV als bedeutenden Werften- und Industriestandort. 50Hertz-Chef Stefan Kapferer sagte, es sei ein gutes Signal, dass eine deutsche Werft beteiligt sei.

Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, wertete die Entscheidung als wichtigen Durchbruch für den Industriestandort und die Beschäftigten in der Region. "Jetzt kommt es darauf an, dass diesem Auftrag weitere folgen."

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter aufwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,89
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 2,14
Hebel: 7
mit moderatem Hebel
Smartbroker
UBS
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: WA5RT2 UQ9079. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer