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Ottobock will nach Umsatz- und Gewinnplus weiter wachsen - Aktie fällt 17.02.2026, 09:41 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Ottobock 57,68 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

DUDERSTADT (dpa-AFX) - Der Prothesenhersteller Ottobock hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert. Dabei profitierte das Unternehmen von neuen Produkten sowie Zukäufen. Für 2026 zeigte sich das Ottobock optimistisch für weiteres Wachstum. Manch ein Analyst und Anleger an der Börse hatten sich indes etwas mehr erwartet. Der Aktienkurs geriet unter Druck.

"Wir sind sehr zufrieden mit unseren im Geschäftsjahr 2025 erzielten Ergebnissen. Wie in den vergangenen Jahren haben wir unsere Position als Marktführer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen Profitabilitätssprung erreicht", erklärte der Vorstandsvorsitzende Oliver Jakobi am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen in Duderstadt bei Göttingen.

Der Konzern ist vor allem für seine Prothesen und für technische Unterstützung der Paralympics bekannt. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen Weltmarktführer im Bereich Prothetik. Ottobock war erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangen und im Dezember in den Kleinwerteindex SDax aufgestiegen.

Die Aktie legte zum Handelsauftakt zunächst deutlich zu, fiel dann aber zurück. Zuletzt gehörte sie mit einem Minus von 3,6 Prozent auf 55,75 Euro zu den größten Verlierern im SDax. Damit rückte das Rekordtief von 54,85 Euro aus der Vorwoche wieder näher. Seit dem Börsengang zum Ausgabepreis von 66 Euro summieren sich die Verluste aktuell auf rund 16 Prozent.

Ottobock habe gute Eckdaten vorgelegt, schrieb allerdings Analyst Henrik Paganetty vom Investmenthaus Jefferies in seinem ersten Kommentar. Er hob die operative Ergebnismarge positiv hervor und lobte die bestätigten Mittelfristziele.

Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsätze insgesamt um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen berichtete. Im Kerngeschäft lag das Plus bei 11,7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft legte um fast 30 Prozent auf 415,3 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Während die operative Gewinnentwicklung besser war als von Analysten zuvor erwartet, lag der Konzernumsatz etwas unter der Konsensschätzung.

Das Kerngeschäft bei Ottobock umfasst die Sparten Produkte & Komponenten sowie Patient Care. Verkaufte oder zu verkaufende Bereiche hat Ottobock dabei als "Nicht-Kerngeschäft" klassifiziert.

Ottobock habe im vergangenen Jahr zahlreiche neue Produkte auf den Markt gebracht, etwa die nächste Generation eines Kniegelenks für hochaktive Nutzer und eine vollständig überarbeitete Produktgeneration in der Arm- und Handprothetik, begründete das Unternehmen die Entwicklung im vergangenen Jahr.

2026 sollen Erlöse im Kerngeschäft um fünf bis acht Prozent zulegen; manch ein Experte hatte bisher allerdings etwas mehr auf dem Zettel. Die bereinigte Marge des (Ebitda) soll im Kerngeschäft mehr als 26,5 Prozent betragen. Die Mittelfrist-Prognosen bis 2029 mit einem organischen Wachstum von sieben bis neun Prozent und einer weiteren Verbesserung der bereinigten Ebitda-Marge im Kerngeschäft auf 29 bis 30 Prozent bestätigte Ottobock./nas/mne/mis

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