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Puma verbesserte Ergebnis trotz Umsatzrückgang - Neuer Finanzvorstand 30.04.2026, 11:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Sportartikelhersteller Puma DE0006969603 ist mit Umsatzrückgängen in das neue Jahr gestartet. Dabei belasteten der starke Euro sowie eine schwächere Nachfrage in der europäischen Region EMEA die Entwicklung. Beim Abbau überschüssiger Lagerbestände kommt das Unternehmen indes voran. Puma befindet sich derzeit im Umbau und hat die Aktionäre für 2026 bereits auf ein Übergangsjahr mit weiteren Umsatzeinbußen eingestellt. In dieser Phase kommt es auch zu einem Wechsel im Finanzressort. Die Jahresprognose wurde bestätigt.

Mark Langer soll den Posten des Finanzvorstands zum 1. Mai übernehmen, wie Puma am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Er folgt auf Markus Neubrand, der das Unternehmen zum 30. September verlassen wird. Langer ist in der Konsumgüterbranche kein Unbekannter: Er war zuletzt Finanzvorstand bei Douglas, davor auch Finanz- und später Vorstandschef beim Modekonzern Hugo Boss DE000A1PHFF7.

Die im MDax DE0008467416 notierte Aktie legte am Vormittag um rund drei Prozent zu. Analysten fanden viel Positives, wiesen aber auch auf die zahlreichen Probleme hin.

Umsatz und das bereinigte operative Ergebnis seien nicht so schlecht wie erwartet ausgefallen, notierte etwa James Grzinic vom Investmenthaus Jefferies. Die bestätigte Einschätzung des Unternehmens, dass 2026 ein Übergangsjahr sein werde, mache derweil deutlich, wie weit der Weg von einem Abbau der Großhandelsbestände zu einer Wiedererlangung der Marktrelevanz durch Produktneuheiten noch sei. Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC bemerkte, Puma habe gemessen an den niedrigen Erwartungen erfreulich abgeschnitten. Der Analyst begrüßte zudem den Wechsel auf dem Finanzvorstandsposten - Mark Langer bringe viel Branchenerfahrung mit.

Die Erlöse sanken im ersten Quartal im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf knapp 1,87 Milliarden Euro, wie Puma am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Währungsbereinigt lag das Minus bei einem Prozent.

Vor allem im derzeit schwierigen Großhandelsgeschäft gingen die Umsätze zurück. Im eigenen Einzelhandel inklusive des Onlinegeschäfts verzeichnete Puma währungsbereinigt ein leichtes Plus. Während in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) die Erlöse deutlich sanken, konnte Puma in der Region Amerika währungsbereinigt zulegen.

Die Ergebnisse konnte das Unternehmen jedoch verbessern. Unterstützt wurde dies durch die Auflösung von Wertberichtigungen für Vorratsbestände, niedrigere Frachtkosten sowie einen höheren Anteil im eigenen Einzelhandel. Dazu kamen geringere Marketingausgaben. Gegenwind gab es durch Rabatte sowie Währungseffekte. So stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um fünf Prozent auf 64,4 Millionen Euro. Darin ausgeklammert sind Kosten für das laufende Sparprogramm, das unter anderem einen Stellenabbau vorsieht. Das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich von 0,5 Millionen auf 26,5 Millionen Euro.

"Operativ sind wir solide in unser Übergangsjahr 2026 gestartet", kommentierte Konzernchef Arthur Hoeld. "Wir konnten unsere Lagerbestände schneller als geplant abbauen, haben unser Produktportfolio und operative Ineffizienzen reduziert."

An der Prognose hielt Puma fest und geht für 2026 von einem weiteren Rückgang des Umsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus. 2027 soll das Unternehmen wieder zu Wachstum zurückkehren. Von der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika erwarten die Herzogenauracher Einnahmen durch Trikotverkäufe, das Unternehmen stattet insgesamt elf Teams aus, unter anderem Portugal mit Superstar Cristiano Ronaldo.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht Puma bei minus 50 bis minus 150 Millionen Euro, da weitere Kosten für die Neuausrichtung auflaufen werden, wenn diese auch deutlich geringer ausfallen dürften als im Jahr zuvor. Nach dem ersten Quartal steht hier erst einmal ein Plus von rund 52 Millionen Euro in den Büchern. 2025 summierte sich der operative Fehlbetrag auf rund 357 Millionen Euro.

Hoeld hatte im dritten Quartal des vergangenen Jahres wegen der schlechten Entwicklung einen Konzernumbau angestoßen, der die Konzentration auf Kernsportarten, weniger Produkte und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vorsieht. Dazu sollen Lagerbestände abgebaut, unrentable Läden geschlossen und insgesamt 1.400 Stellen gestrichen werden.

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