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Reemtsma schließt Werk Langenhagen - 600 Jobs fallen weg 24.03.2026, 06:35 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Der Tabakkonzern Imperial Brands GB0004544929 will nach erfolgloser Käufersuche sein Reemtsma-Werk in Langenhagen schließen. Die Produktion an dem Standort bei Hannover solle bis 2027 auslaufen, teilte das Unternehmen mit. Davon seien vor Ort aktuell noch rund 600 Beschäftigte betroffen.

Trotz intensiver und konstruktiver Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten sei letztlich keine für die Zukunft des Standorts tragfähige Einigung erzielt worden, hieß es in der Mitteilung. Vor diesem Hintergrund habe sich Imperial Brands nun dazu entschieden, die Produktion in Langenhagen bis ins Jahr 2027 hinein schrittweise zu schließen.

Käufersuche seit Oktober

Das Unternehmen hatte die Entscheidung zuvor auf einer Belegschaftsversammlung in Langenhagen verkündet. "Wir haben in den vergangenen Monaten alle realistischen Optionen intensiv geprüft, um den Fortbestand des Standorts zu sichern", sagte der bei Imperial Brands für die Lieferkette zuständige Manager Sami Naffakh laut Mitteilung. "Dass diese Gespräche nun leider erfolglos geblieben sind, ist für uns alle sehr enttäuschend."

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) übte scharfe Kritik an dem Vorgehen. Die NGG sei zu keinem Zeitpunkt in Gespräche einbezogen gewesen, kritisierte Finn Petersen, Vorsitzender des NGG-Landesbezirks Nord. "Bis heute wissen wir nicht einmal, wer die Kaufinteressenten waren." Die Mitarbeiter seien über Monate im Unklaren gelassen worden, während ihnen immer wieder Hoffnung gemacht worden sei.

Imperial Brands wies die Kritik als unzutreffend zurück. Die NGG sei "indirekt auch zu praktisch jeder Zeit über den Status und Fortgang der Gespräche mit dem potenziellen Käufer informiert" gewesen. Dabei seien Verschwiegenheitsvereinbarungen mit dem Kaufinteressenten geachtet worden. Dieser habe leider kein verbindliches Angebot vorgelegt.

Der Reemtsma-Mutterkonzern hatte bereits im Oktober erklärt, die Schließung des Standorts zu erwägen. Er solle entweder verkauft oder geschlossen werden, hieß es damals. Das Unternehmen begründete die Entscheidung mit hohen Produktionskosten und unzureichender Auslastung. Langenhagen sei davon besonders stark betroffen. Hintergrund seien rückläufige Produktionsmengen im klassischen Tabaksegment.

Letzter Standort in Deutschland

Die Gewerkschaft NGG hatte damals Widerstand gegen die Pläne angekündigt. Als letztes Reemtsma-Werk in Deutschland komme dem Standort eine besondere Bedeutung zu, hieß es. Damaligen NGG-Angaben zufolge plante Reemtsma eine Verlagerung der Produktion ins Ausland.

Das Werk in Langenhagen wurde 1971 eröffnet. Neben klassischen Fabrikzigaretten und Feinschnitttabak werden dort aktuell auch sogenannte Tabaksticks für Tabakerhitzer produziert.

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