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Salesforce kann Sorgen um KI-Bedrohung nicht zerstreuen - Aktie fällt 26.02.2026, 12:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der Softwareanbieter Salesforce hat mit seinem Umsatzausblick auf das angelaufene Geschäftsjahr die Sorgen um eine Bedrohung des Geschäftsmodells durch Künstliche Intelligenz nicht zerstreuen können. Der Erlös dürfte im Geschäftsjahr 2026/27 bei etwa 46 Milliarden Dollar (39 Mrd Euro) liegen, teilte der im Dow Jones notierte Unternehmenssoftware-Spezialist am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Das lag lediglich im Rahmen der Erwartungen. Anleger zeigten sich enttäuscht. Die wie so viele Titel aus der Branche wegen der KI-Sorgen zuletzt unter Druck stehende Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel am Donnerstag fast vier Prozent.

Damit dürfte das Papier seine Talfahrt fortsetzen, vorbörslich notierte es bei rund 184 Dollar. Seit dem jähen Abrutschen etwa Mitte Januar hat der Kurs rund 30 Prozent eingebüßt. Noch vor rund einem Jahr kostete die Aktie in der Nähe ihres Rekordhochs 367 Dollar und damit rund doppelt so viel.

Mittlerweile ist der Börsenwert zum letzten Handelsschluss auf knapp 183 Milliarden Dollar geschrumpft - umgerechnet sind das rund 155 Milliarden Euro und damit deutlich weniger als der deutsche Softwareprimus SAP mit 193 Milliarden Euro. Auch die SAP-Aktie war jüngst deutlich unter Druck geraten.

Der kurzfristig aus Aboverträgen zu erwartende Umsatz von Salesforce sei nur wie erwartet gewachsen und aus eigener Kraft auch langsamer als zuletzt, schrieb Jefferies-Analyst Brent Thill. Das laufende Geschäftsjahr werde zudem ein Jahr der Investitionen. Trotz der erwarteten Umsatzbelebung im zweiten Halbjahr dürfte wohl noch kein nennenswerter Beitrag von den KI-Angeboten kommen, schrieb der Experte.

Die Laune der Salesforce-Investoren wurde auch nicht davon gehoben, dass der Konzern von Gründer und Chef Marc Benioff weiter im großen Stil Aktien zurückkaufen will und zudem die Erwartung bekräftigte, im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres ein beschleunigtes organisches Umsatzwachstum erzielen zu können. Man sei auf gutem Weg, im Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von 63 Milliarden US-Dollar zu erreichen, sagte Benioff zudem laut Mitteilung. Experten sind zurückhaltender, sie erwarten lediglich einen Erlös von etwas mehr als 60 Milliarden Dollar.

Im vierten Geschäftsquartal (bis Ende Januar) legte der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar (9,5 Mrd Euro) zu. Analysten hatten in etwa mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Gewinn stieg unter dem Strich um knapp 14 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar.

Im Geschäftsjahr 2025/26 zog der Erlös um zehn Prozent auf 41,5 Milliarden Dollar an, während das Ergebnis um ein Fünftel auf rund 7,5 Milliarden Dollar nach oben kletterte - und das, obwohl der Konzern deutlich mehr Steuern bezahlen musste. Geholfen haben dagegen die strategischen Beteiligungen unter anderem an Start-ups. Diese steuerten etwas mehr als eine Milliarde Dollar zum Gewinn bei. Im Jahr davor hatte der Bereich noch rote Zahlen geschrieben./he/zb/men/lew/stk

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