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Springer Nature will nach Umsatz- und Ergebnisplus weiter wachsen 17.03.2026, 10:04 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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BERLIN (dpa-AFX) - Der Wissenschaftsverlag Springer Nature blickt nach Zuwächsen im vergangenen Jahr zuversichtlich auf 2026. "Unser erstes vollständiges Jahr als börsennotiertes Unternehmen war von einer starken Dynamik geprägt", sagte Unternehmenschef Frank Vrancken Peeters am Dienstag bei Vorlage der Jahreszahlen für 2025. Rückenwind lieferte zuletzt das Geschäft mit wissenschaftlichen Zeitschriften, in dem auch die Zahl der veröffentlichten Artikel deutlich wuchs. In diesem Jahr will das Unternehmen das bereinigte Betriebsergebnis erneut stärker steigern als den Umsatz. Die Papiere des Wissenschaftsverlags legten im frühen Handel um gut acht Prozent zu und waren damit Spitzenreiter im Nebenwerteindex SDax .

Im laufenden Jahr sollen die Erlöse aus eigener Kraft um 5 bis 6 Prozent zulegen, die bereinigte operative Ergebnismarge soll sich dabei organisch um 0,3 Prozentpunkte verbessern. Mit dem avisierten Umsatzwachstum würde man letztlich über dem Konsens landen, rechnete ein Börsianer vor. Auch ein Margenanstieg sei bisher nicht erwartet worden.

Die Springer-Nature-Papiere waren zuletzt im Sog von KI-Verdrängungssorgen kräftig nach unten gezogen worden. Ende September 2025 hatten sie noch ein Zwischenhoch von 24,65 Euro erreicht, bevor es bis zum Freitag auf ein Rekordtief von 14,70 Euro nach unten ging. Im laufenden Jahr summieren sich die Kursverluste auf fast 15 Prozent.

2025 kletterte der Erlös im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dies liegt etwa im Rahmen der Erwartungen von Analysten. Aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurs- und Konsolidierungseffekte - betrug der Zuwachs 6,2 Prozent. Dazu habe vor allem der Full-Open-Access-Bereich beigetragen, hieß es. In diesem Bereich werden Forschungsinhalte für Leser frei zugänglich publiziert. Das Geld für diese Veröffentlichungen erhält Springer Nature von den Forschenden selbst.

Das bereinigte Betriebsergebnis legte im vergangenen Jahr um gut 6 Prozent auf 543,6 Millionen Euro zu. Hier hatten Branchenexperten ebenfalls in etwa so viel erwartet. Organisch stieg das Ergebnis um 9,2 Prozent. Die entsprechende Marge betrug 28,2 Prozent.

Unter dem Strich konnte das Unternehmen den auf die Aktionäre entfallenen Gewinn mit knapp 356 Millionen Euro im Vergleich zu gut 68 Millionen im Vorjahr verfünffachen. Der deutliche Anstieg geht neben der operativen Entwicklung auf ein deutliches verbessertes Finanzergebnis zurück. Die Aktionäre sollen eine Dividende in Höhe von 83 Cent je Aktie erhalten./mne/err/nas

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